DFB-Pokal: Schalke ohne Chance gegen Bayern München

Im Viertelfinale des DFB-Pokals ist für den FC Schalke 04 Feierabend. Gegen die Bayern ist Schalke chancenlos und darf sich freuen, nicht noch höher verloren zu haben.

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S04-Trainer Markus Weinzierl stellte seine Mannschaft nur auf einer Position um: Max Meyer rückte für Daniel Caligiuri in die Startformation. Etwas überraschend stand auch Sead Kolasinac in der Startelf, sein Einsatz war bis zuletzt fraglich. In der Innenverteidigung wechselten Matija Nastasic und Holger Badstuber die Positionen: Die Bayern-Leihgabe rückte auf links, Nastasic durfte sich in der Zentrale um Robert Lewandowski kümmern.

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Wie bereits im Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den FCB Anfang Februar fing sich Schalke früh das 0:1. Es waren gerade einmal 139 Sekunden gespielt, als Robert Lewandowski nach Vorarbeit von Franck Ribéry Schalke-Keeper Ralf Fährmann mit einem Lupfer überwand. Vorher war Benedikt Höwedes aus der 5er-Kette gerückt und hatte den entscheidenden Zweikampf verloren.

Bayern schlicht zu stark

Das weitere Spielgeschehen ist schnell erklärt: Anders als vor knapp vier Wochen konnte Schalke nicht schnell ausgleichen. Schlimmer noch: Schalke musste das 0:2 hinnehmen: In der 16. Spielminute traf Bayerns Thiago mit dem Kopf. Und in der 29. Spielminute war es wieder Lewandowski, der nach Ribéry-Vorlage auf 3:0 erhöhte.

In der Abwehr wirkten Matija Nastasic mit der Bewachung von Robert Lewandowski und Alessandro Schöpf auf der rechten Abwehrseite gegen Bayerns Weltklasse-Offensive schlicht überfordert. Etwaige Konter erstickten die Bayern mit hervorragendem Stellungsspiel und aggressivem Pressing im Keim. Anders als in der Bundesliga brachte Schalke im Spiel nach vorn kaum Brauchbares zustande.


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In der zweiten Hälfte wirkte Schalker wacher, mutiger, brachte allerdings wenig Zählbares zustande. Immerhin hielten die Knappen die Bayern im Spiel nach vorn halbwegs in Schach, sodass Ralf Fährmann nicht noch öfter hinter sich greifen musste.

Was sonst noch geschah

In der Halbzeit schickte Markus Weinzierl seinen Youngster Max Meyer zum Duschen, für ihn kam Daniel Caligiuri. Nach dem Spiel erkläre Schalkes Cheftrainer den Wechsel wie folgt: „Er ist Nationalspieler und hat von sechs Zweikämpfen nur einen gewonnen. Das sagt alles.“ Gegen die Bayern sei es wichtig, Selbstbewusstsein zu zeigen und „draufzugehen“. In der Tat: Besonders positiv tat sich der nach den frühen Toren wenig optimistisch dreinblickende Meyer nicht hervor: Der 20-Jährige gewann nur 17% seiner wenigen Zweikämpfe, hatte nur 24 Ballkontakte.

Doch klar ist: Nicht ein einzelner Spieler hat das Spiel verloren, eine schlicht schwache Schalker Mannschaft musste sich an diesem Tag übermächtigen Bayern geschlagen geben. Am Wochenende steht für Schalke das nächste schwere Spiel an: Gegen Borussia Mönchengladbach kann, nein, muss sich Schalke rehabilitieren.


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Über Redaktion (1019 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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