Auf diesen Positionen wird sich Schalke verstärken

Nach einer Katastrophen-Saison an deren Ende Bundesliga-Tabellenplatz 10 stand, muss Schalke in der neuen Saison den Hebel umlegen. Königstransfer der Sommerpause ist dabei Domenico Tedesco, der Markus Weinzierl auf der Trainerbank ersetzen wird. Doch auch im Kader stehen einige Veränderungen an.

Christian Heidel. Bild: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Christian Heidel. Bild: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Nach dem Verpassen der Europa-League-Plätze kündigte S04-Sportvorstand Christian Heidel bereits an, den Kader verkleinern zu wollen: 22 Feldspieler plus drei Torhüter sollen es wohl werden. Knackpunkt ist das Transferbudget. Der Bild sagte Heidel, Schalke sei in der Lage, Spieler zu verpflichten. „Aber wir können nicht 20 bis 30 Millionen Euro in die Mannschaft investieren.“ Im Blickpunkt stehen deshalb wohl Leihgeschäfte und Spieler mit auslaufendem Vertrag.

Domenico Tedesco hat in seinem Urlaub bereits fleißig Videomaterial von seinen Profis studiert. Auf der Basis seiner Analysen wird entschieden, ob und welche Profis aussortiert werden. Am Wochenende sollen sich Tedesco und Heidel dazu abstimmen. Hier wird sicherlich auch die Frage eingehender diskutiert werden, in welchen Systemen/Grundordnungen Tedesco spielen lassen will.

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Klar ist: Vor allem auf der linken Außenverteidigerposition muss Schalke nach dem Abschied von Sead Kolasinac, Abdul-Rahman Baba und Dennis Aogo handeln. Hier dürfte es nicht nur einen Transfer geben, sondern sicherlich eher zwei.

Laut Bild soll auch ein neuer Innenverteidiger her (ein ‚zwingend nötiger Transfer‘). Zwar hatte Schalke in der letzten Saison Verletzungspech auf dieser Position. Doch bei fünf gelernten Innenverteidigern (Höwedes, Naldo, Nastasic, Kehrer und Bitter) erscheint unwahrscheinlich, dass Christian Heidel und Domenico Tedesco hier tätig werden. Zumindest dann nicht, wenn kein Verteidiger mehr abgegeben wird. Der Abgang von Holger Badstuber dürfte aufgrund der verpassten Europa League somit nicht durch einen neuen Innenverteidiger kompensiert werden.

Im Mittelfeld und in der Offensive stehen auf Schalke noch Fragezeichen. Eric Maxim Choupo-Moting wird den Verein verlassen, auch ein Verbleib von Leon Goretzka, Max Meyer und Benjamin Stambouli ist nicht sicher.

Sollte Stambouli gehen, bräuchte Schalke Ersatz auf der 6. Auch auf dem linken Flügel dürfte Königsblau nach dem Abschied von „Choupo“ tätig werden. Ein Verbleib von Yevgen Konoplyanka ist nach dem Aus von Markus Weinzierl – trotz der öffentlichen Trainer-Schelte – wieder wahrscheinlicher geworden. Zumal Christian Heidel von dem Ukrainer überzeugt ist.

Falls Leon Goretzka oder Max Meyer gehen sollten, für die Schalke in dieser Transferperiode noch Erlöse generieren würde, dürfte qualitativ gleichwertiger Ersatz kommen. Auf dem rechten Flügel und in der Sturmspitze haben die Knappen dagegen keinen Bedarf.

Gespannt dürfte zur neuen Saison die Entwicklung der Neuzugänge Haji Wright, Weston McKennie und Luke Hemmerich aus der Schalke U19 verfolgt werden.


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Über Redaktion (1060 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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