Vorschau DFB-Pokal-Halbfinale: Schalke mit Rückenwind gegen Frankfurt

Zieht der FC Schalke 04 nach 2011 erstmals wieder ins DFB-Pokalfinale ein? Die Chancen stehen gut. Mit Eintracht Frankfurt wartet am Mittwochabend in Gelsenkirchen zwar ein laut S04-Coach Domenico Tedesco „robuster Gegner“, der aber schlagbar ist. Zumal Schalke im Pokal-Halbfinale mit Rückenwind antreten wird.

Naldo-Frankfurt

Denn nach dem starken 2:0 im Revierderby gegen Dortmund dürften Schalkes Profis vor Selbstvertrauen strotzen – während Frankfurt in der Liga seit drei Spielen nicht mehr gewinnen und in den letzten sieben Spielen nur sieben Punkte holen konnte.

Anzeige:

Unterschätzen sollte Schalke den Bundesliga-Tabellensiebten dennoch nicht. Das verbietet schon allein das 2:3 gegen den Hamburger SV vor anderthalb Wochen. „So eine Niederlage kann auch ihre positiven Seiten haben. Heute haben die Spieler erfahren, dass man immer ans Limit gehen muss und gemerkt: So wie heute geht‘s nicht“, kommentierte S04-Sportvorstand Christian Heidel die Niederlage.

Schalke geht nach Derbysieg mit breiter Brust ins Pokal-Halbfinale

Und das gilt insbesondere gegen körperbetont spielende Mannschaften – wie eben Frankfurt. Domenico Tedesco: „Wir treffen auf einen Gegner, der extrem robust spielt. Die Eintracht kommt viel über das Körperliche und die Athletik. Frankfurt hat zudem viele Spieler mit brutaler Physis“. Der 32-Jährige kündigt gegen die defensiv meist stabil stehenden Hessen an: „Wir werden alles reinwerfen, um dieses Duell für uns zu entscheiden“.

Anzeige:

Naldo

Ob das Spiel letzten Sonntag gegen Dortmund kräftezehrend war? Tedesco glaubt zwar, dass das 2:0 Kräfte gekostet hat. „Aber das sollte kein Problem für uns sein. Wir haben gut regeneriert und sind zudem im Kader so gut aufgestellt, dass wir diese Belastungen wegstecken können“, ist Tedesco überzeugt. Unterm Strich sollte der Derbysieg sogar Kräfte freigesetzt haben. Tedesco: „Wir gehen mit einer breiten Brust ins Spiel“.

Breel Embolo vor Rückkehr in den Kader?

Breel Embolo, der gegen Borussia Dortmund wegen muskulärer Beschwerden gefehlt hatte, könnte gegen Frankfurt wieder im Kader stehen. „Eine endgültige Entscheidung werden wir aber erst kurz vor dem Spiel treffen“, so Domenico Tedesco. „Neben Breel müssen auch die Ärzte und die Physios grünes Licht geben. Ein Risiko werden wir nicht eingehen.“

Domenico-Tedesco-Mixed-Zone

Verzichten muss Schalke hingegen auf Matija Nastasic, der sich gegen Hamburg einen Kreuzbandanriss zuzog und für den Rest der Saison ausfallen wird.

Niko Kovac fürchtet Schalker Euphorie

Für Tedescos Gegenüber, Eintracht-Trainer Niko Kovac, steht fest: „Wir sind Außenseiter, da müssen wir nicht lange drum herumreden. Am Mittwoch treffen wir auswärts auf den Tabellenzweiten der Bundesliga, der am Sonntag auch noch das Revier-Derby gewonnen hat. Das dürfte noch mehr Euphorie entfacht haben, als dort eh schon herrscht.“

Die Situation sei aber ähnlich wie im letzten Jahr, als Frankfurt ins Pokalfinale einzog (1:2 gegen Dortmund): „Keiner hat uns damals in Mönchengladbach etwas zugetraut, und am Ende sind wir nach Berlin gefahren.“

Die personelle Situation fasst Kovac so zusammen: „Marius Wolf, Jetro Willems und Sébastian Haller waren alle angeschlagen, sind aber wieder fit. Auch Luka Jovic hat gestern ohne Schmerzen trainiert und ist somit einsatzbereit. Omar Mascarell wird sich heute im Training einem Härtetest unterziehen. Da ist es noch fraglich, ob er mit dabei sein kann. Sicher ausfallen wird aber Ante Rebic.“

Über Moritz (1206 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*