Ozan Kabak – ein neuer Stern am Schalker Himmel

Steinhartes Verteidigen, gute Technik, Kopfballpräzision, Torriecher… Die Rede ist nicht von Virgil Van Dijk oder gar Sergio Ramos. Es geht um Schalkes Abwehrjuwel Ozan Kabak. Der 19-Jährige Türke legte in den vergangenen Jahren eine steile Karriere hin. Nicht ohne Grund bemühte sich Jochen Schneider in einer seiner ersten Amtshandlungen um die Dienste des Youngsters. Nun euphorisiert das Talent ganz Schalke.

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Von Fabian Scholz

Doch fangen wir etwas weiter hinten an. Ozan Kabak wurde am 25. März 2000 in der türkischen Hauptstadt Ankara geboren. Fußball entfachte schon in jungen Jahren eine enorme Leidenschaft in ihm. Im Alter von elf Jahren wurde Kabak Jugendspieler von Galatasaray Istanbul. In der türkischen Metropole verbrachte er seine gesamte Jugend. 2018 gelang ihm der Durchbruch in die Profimannschaft. In der Folge überschlugen sich die Ereignisse. Für den damals 18-Jährigen startete es direkt mit der Doppelbelastung. Neben der Liga kämpfte sich Kabak auch in der Champions League in die erste Elf. Sein Debut gab er dabei in der Gruppenphase gegen den FC Schalke 04. „Unglaublich!“, beschrieb der Youngstar diese Erfahrung. Er spielte über 90 Minuten und hielt mit seiner Abwehrreihe zum Leidwesen aller Schalker die Null.

Im Winter der Saison 2018/2019 wechselte er für elf Millionen Euro zum deutschen Bundesligisten VfB Stuttgart. Auch dort spielte sich der talentierte Abräumer direkt in die Startelf. In 15 aufeinanderfolgenden Bundesligapartien war er die volle Spielzeit auf dem Feld. Mit drei Toren zeigte er auch seine offensiven Qualitäten. Am Abstieg des VfB Stuttgart konnte er dennoch nichts ändern. Im Sommer hatten ihn somit einige Top-Teams auf dem Zettel. Unter anderem auch der FC Bayern München. Doch der mittlerweile 19-Jährige Kabak entschied sich für Königsblau. 15 Millionen Euro Ausstiegsklausel zahlte S04 unter dem neuen Sportdirektor Jochen Schneider. 

„Virgil van Dijk ist mein Vorbild. Seine Spielart gefällt mir sehr und er ist der beste auf der Welt“, erklärte Kabak in einem Interview auf Schalke. Von seiner Zweikampfpräsenz und seiner Torgefährlichkeit eifert er seinem Idol bereits in jungen Jahren kräftig nach. Doch es gibt noch viel Luft nach oben. Sein Start bei Schalke verlief alles andere als gut. Schon seit der Vorbereitung schlug sich Kabak mit einer lange anhaltenden Knochenreizung herum. In seinen ersten vier Einsätzen kam er auf nur 19 Minuten Spielzeit. Erst mit den Verletzungen von Salif Sané und Benjamin Stambouli spielte sich Kabak in die Startelf von Trainer David Wagner.

Doch dann platzte der Knoten. In seinem Startelfdebüt gelang ihm direkt sein erster Treffer für den Verein. In den darauffolgenden Wochen erarbeitete sich Kabak den Titel Schlüsselspieler. Mit zwei eigenen Treffern, einer Vorlage und wichtigen Tacklings steuerte er einiges zu Schalkes Serie von fünf ungeschlagenen Partien in Folge hinzu. Vor allem im letzten Heimspiel gegen Union Berlin glänzte der 19-Jährige mit einer Kopfballvorlage und einer Monstergrätsche auf der eigenen Linie. Schalkes Keeper Alexander Nübel zeigte sich von ihm begeistert: „Es ist geil, wenn du solche Verteidiger hast, die dich dann noch retten.“ 

Nachdem Kabak schon mit 18 Jahren sein Champions League Debut feiern konnte, zeigt er nun bei Schalke hohe Ambitionen. „Ich hoffe, wir können uns sogar für die Champions League qualifizieren“, sagte er in einem Spielinterview. Schalke ist derzeit auf einem guten Weg. Platz drei in der Tabelle würde die Königsklasse bedeuten.

Ozan Kabak ist auf dem besten Weg sich in der Bundesliga zu etablieren. Der Youngster bringt alles mit, was eine klangvolle Karriere benötigt. Beim FC Schalke 04 spielt er schon jetzt eine wichtige Rolle. Er hat das Potenzial eine tragende Säule im Verein zu werden. In den letzten zwei Jahren kam er mit Galatasaray, Stuttgart und Schalke im internationalen und nationalen Geschäft rum.  Beim FC Schalke 04 hat Kabak beste Voraussetzungen eine glanzvolle Karriere hinzulegen.

Über Moritz (1272 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.