Vorschau | Schalke gegen Hertha BSC: Zwei Neuzugänge drängen in die Startelf – Rückkehr zur 4er-Kette?

Erstes Heimspiel der neuen Saison auf Schalke! Am Sonntagabend tritt Schalke in der Arena gegen Hertha BSC an. Und ob die Mannen von Cheftrainer Domenico Tedesco es wollen oder nicht: Nach der Niederlage gegen Wolfsburg steht Königsblau gegen die Berliner bereits unter Druck.

Domenico-Tedesco grübelt

Doch zunächst überwiegt die Vorfreude. Nicht nur bei Fans und Mannschaft, sondern auch bei Domenico Tedesco. „Wir freuen uns tierisch auf unser erstes Heimspiel“, so der 32-Jährige. Allerdings weiß Tedesco auch um die Leistungsfähigkeit des Gegners. „Hertha BSC hat eine gute Vorbereitung gespielt und ist auch gut in die Saison gestartet“, so der Coach.

Entsprechend optimistisch ist Hertha-Trainer Pal Dardai: „Schalke will unbedingt gewinnen – im ersten Spiel hat das nicht geklappt. Aber wir wollen auch siegen: Wir wollen mutig und frech sein.“

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Um die Berliner im Zaum zu halten, muss Schalke aber defensiv zurück zu alter Stärke finden. Mit Blick auf die Niederlage in Wolfsburg sagt Tedesco: „Der Grund, warum wir verloren haben, ist die erste Halbzeit. Da haben wir schlecht gespielt, da gibt es auch nichts schönzureden“, so Tedesco über die in Wolfsburg so desorientierte Defensive.

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Und bei der Hertha? Einer der Gründe für die momentan gute Form des Gegners sei die Umstellung auf eine Dreierkette in der Defensive. „Dadurch sind die Berliner noch stabiler als im Vorjahr. Sie haben mit Karim Rekik, Niklas Stark und Jordan Torunarigha drei super Innenverteidiger. Da brennt nicht viel an“, so Tedesco.

Ob Schalke mit einer 3er-Kette in der Innenverteidigung spielen wird oder doch zur 4er-Kette zurückkehrt, wollte Domenico Tedesco am Freitag nicht verraten. Nach der roten Karte von Matija Nastasic, dessen Sperre nach dem Schalker Protest auf ein Spiel reduziert wurde, hat S04 nur noch zwei gelernte Innenverteidiger im Kader. Tedesco: „Wir beherrschen beide Systeme. Naldo hat den Großteil seiner Karriere in der Viererkette gespielt, für Salif Sané wäre das ebenfalls kein Problem. Und auch die anderen Spieler in unserem Team wissen, wie sie sich in dieser Formation zu verhalten haben“, erklärt er.

Wichtiger als die Frage nach der Abwehr-Formation sei die eigene Mentalität. „Wir müssen es schaffen, unser Spiel auf den Platz zu bringen und das zeigen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben. Dazu benötigen wir eine gute Mentalität und eine gewisse Aggressivität“, fordert Domenico Tedesco.

Eine gewisse Gewinner-Mentalität dürften zwei Neuzugänge mitbringen, die am Sonntag ihr Debüt im königsblauen Dress geben könnten: Auf der linken Abwehrseite dürfte Hamza Mendyl für Abdul-Rahman Baba zum Einsatz kommen. Auf der 6 könnte Sebastian Rudy spielen. „Er hat eine beneidenswerte Ruhe am Ball, löst sich vorbildlich aus Drucksituationen und ist zudem ein ganz feiner Kerl und intelligenter Junge“, sagt Tedesco über seinen neuen Mann im Schalker Mittelfeld. „Es heißt oft, dass er in München keine Chance hatte beziehungsweise wenig gespielt hätte, aber wenn man sich die Statistiken ansieht, fällt auf, dass es gar nicht so wenig Spiele waren.“

Bei Omar Mascarell möchte Domenico Tedesco auf Nummer sicher gehen: Der Neuzugang aus Frankfurt wird gegen Hertha BSC noch nicht im Kader stehen.

So könnte Schalke spielen:
Fährmann – Mendyl, Naldo, Sané, Caligiuri – Rudy, Bentaleb – Harit, Serdar, Konoplyanka – Burgstaller/Uth

Über Moritz (1203 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.