Champions League: So kann Schalke den FC Porto schlagen

Nach drei Jahren Pause kommt es auf Schalke heute erstmals wieder zu einem Champions-League-Duell. Gegner ist der FC Porto, Tabellenvierter der portugiesischen Liga. Für Schalke gilt es, in der Königsklasse einen guten Start zu erwischen und nach drei Niederlagen in der Bundesliga zurück in die Erfolgsspur zu finden.

CL Schalke FC Porto

Schalkes Cheftrainer Domenico Tedesco versucht die schlechten Ergebnisse der letzten Wochen auszublenden. Das Champions-League-Spiel gegen Porto werde ein Fußballfest für Schalke. „Und ich bin froh, dass ich ein Teil davon sein darf“, versucht sich der 33-Jährige in Zweckoptimismus. Doch auch Tedesco gibt zu: „Natürlich wurmen uns die jüngsten Ergebnisse. Aber die Champions League ist ein neuer Wettbewerb, es geht bei Null los – und wir haben uns diese Spiele durch unsere Auftritte in der Vorsaison einfach verdient“.

Dabei stellt sich mit dem FC Porto heute in Gelsenkirchen ein durchaus unangenehmer Gegner vor. Über den Dauergast in der Champions League referiert Tedesco: „Unser Gegner tritt in seinem 4-4-2- und manchmal auch 4-2-3-1-System sehr kompakt auf, verfügt über zwei bullige Stürmer mit einer guten Präsenz im Strafraum und ist gerade nach Flanken sehr gefährlich“, so Domenico Tedesco. „Von der Spielweise kann man Porto ein bisschen mit Atletico Madrid vergleichen.“

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Auch ein paar Schwächen habe er bei seiner Analyse ausmachen können. „Aber die werde ich nicht nennen, denn sonst weiß der Gegner bereits, welchen Ansatz wir wählen werden.“

Wie Porto zu schlagen ist, zeigte der Club Vitoria de Guimaraes in der portugiesischen Liga Ende August, als sich Porto zuhause mit 2:3 geschlagen geben musste. Zwar sprach die Statistik eine deutliche Sprache, denn Porto hatte über die 90 Minuten 63 Prozent Ballbesitz und feuerte 19 Mal auf das gegnerische Tor (Vitoria de Guimaraes nur neun Mal). Doch Vitoria de Guimaraes steckte auch nach einem 0:2-Rückstand nicht auf und konnte Portos schwache Abwehr drei Mal überwinden. Die Abwehr von Porto wirkte dabei oft wenig aufmerksam und fiel durch einige Stellungsfehler auf – vor allem nach eigenen Ballverlusten. Gut möglich, dass Schalke durch Balleroberungen und schnelles Umschaltspiel den Portugiesen den Schneid abkaufen will.

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Beim S04 fehlen weiterhin Bastian Oczipka und Benjamin Stambouli. Yevgen Konoplyanka, der beim letzten Ligaspiel gegen Mönchengladbach rotgesperrt aussetzen musste, wird in den Kader zurückkehren und dürfte gegen Porto eine Option für die Startelf sein.

Über Moritz (1214 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.