Wie ergeht es unseren verliehenen Spielern im In- und Ausland?

Manch einer stellte im Sommer die Sinnhaftigkeit unserer Ausleihen infrage. Stand heute wurde hier vieles, wenn nicht sogar alles, von unserer Vereinsführung richtig gemacht. Alle unten aufgeführten Spieler sind bis 30.06.2018 verliehen. Das erklärte Ziel: Vor allem die jungen Talente sollen Spielpraxis erhalten. Wir sind der Frage nachgegangen: Wer spielt eigentlich regelmäßig und wer nicht?

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Von Martin Puhr

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Unter teils großem Protest wurde unser langjähriger Kapitän Benedikt Höwedes nach Turin verliehen. Diese Vereinbarung beinhaltet eine Kaufpflicht über 13 Mio. Euro plus eventueller Bonuszahlungen von 3 Mio. Euro, sollte er 25 Pflichtspiele für Juventus absolvieren. Aufgrund diverser Muskelverletzungen konnte er bisher aber lediglich an einem Pflichtspiel teilnehmen. Eine feste Verpflichtung scheint deshalb nahezu ausgeschlossen.

Kurz vor Transferschluss wurde ebenso überraschend Johannes Geis nach Sevilla verliehen. Dies geschah wohl auf ausdrücklichen Wunsch des Spielers, da er unbedingt mehr Spielanteile wollte und er unter Tedesco wenig Einsatzchancen sah. Auch hier soll es eine Kaufoption geben. Diese liegt wohl bei etwa 9 Mio. Euro.
Auch für ihn lief die bisherige Hinrunde alles andere als optimal, in den ersten acht Spielen, wurde er nur einmal kurz eingesetzt. Durch einige Ausfälle in der Innenverteidigung der Spanier, kam er die letzten vier Spiele durchgehend als Innenverteidiger zum Einsatz und wusste durchaus zu gefallen. Die weitere Zukunft scheint wohl zum jetzigen Zeitpunkt offen.

Der nächste Spieler ist Haji Wright. Das vielversprechende Offensivtalent aus der Knappenschmiede wurde in die 2. Bundesliga nach Sandhausen ausgeliehen, um dort Spielpraxis zu sammeln, da Haji hinter Burgstaller, Embolo und di Santo wohl nur Stürmer Nummer vier oder gar Nummer fünf, wenn man Fabian Reese noch dazu zählt, bei den Königsblauen wäre. Auch er kann nicht ganz zufrieden sein, obwohl er doch zu regelmäßigen Einsatzzeiten kommt und auch in 12 Spielen, bei denen er meist eingewechselt wurde, zumindest ein Tor erzielen konnte. Sandhausen hat sich aber sicherlich etwas mehr versprochen und es bleibt zu hoffen, dass der Knoten bei Haji noch platzt.

In die österreichische Liga hat es Bernhard Tekpetey verschlagen. Er stürmt für den RSC Altach. Für den Stürmer läuft es ähnlich wie für Haji Wright. Er wird oft eingewechselt, zählt aber nicht zum Stammpersonal und sammelte bisher in der Liga ein Tor, aber auch eine rote Karte.

Der letzte Spieler aus dieser Runde ist Luke Hemmerich. Der in Essen geborene und auch aus der Knappenschmiede stammende Mann für die rechte Außenbahn wurde zum Reviernachbarn nach Bochum verliehen. Auch er sollte Spielpraxis sammeln, was bisher nur selten gelang. In zwölf Zweitligapartien kam er lediglich in fünf Spielen auf 290 Einsatzminuten. Hier war mit Sicherheit, ähnlich wie bei Haji, mehr Spielzeit erwartet worden.

Es bleibt festzuhalten, dass wohl keiner der verliehenen Spieler eine große Rolle im Kader von Schalke gespielt hätte. Höwedes war bzw. ist einfach zu oft verletzt, bei Geis heißt es abwarten und für die „jungen Wilden“ bleibt zu hoffen, dass sie sich recht schnell mehr Spielzeit erkämpfen, da doch alle vielversprechende Anlagen haben. Trotzdem bleibt abzuwarten, ob ihnen der Sprung in den hochklassigen Profifußball auf Dauer gelingt.


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Über Redaktion (1129 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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