Vorschau: Markus Weinzierl will gegen Bayern München Selbstvertrauen holen! [UPDATE]

9. September 2016: Über weite Strecken ist der FC Schalke im ersten Heimspiel der Saison gegen die übermächtigen Bayern die bessere Mannschaft. Spielt leidenschaftlich, mutig und lässt sich nur selten das Spiel des FCB aufzwingen. In der 56. Spielminute geht Schalke beinahe sogar in Führung. Doch nach 90 Spielminuten nehmen die Bayern alle drei Punkte mit. Immerhin tanken die Knappen Selbstvertrauen. Zurück in die Gegenwart: Nach zuletzt schwachen Leistungen will Cheftrainer Markus Weinzierl ausgerechnet im Rückspiel gegen die Bayern am Samstag die Wende schaffen.

Klaas-Jan-Huntelaar-Feature

Der FC Bayern sei ohne Frage der Favorit am Samstag um 15.30 Uhr. „Wir werden dahin fahren und alles geben. Wir haben die Hoffnung, dass wir einen Punkt mitnehmen, dass wir vor allem eine mutige Vorstellung abliefern und dass wir uns Selbstvertrauen holen“, gibt sich der 43-Jährige kämpferisch. Mut mache Weinzierl das Hinspiel gegen die von Carlo Ancelotti trainierten Bayern, „wo wir ein gutes Spiel angeliefert haben, wo wir gezeigt haben, wozu wir in der Lage sind. Wir haben ein Spiel gesehen, wo wir mutig waren und wo wir bis zur 80. Spielminute im Grunde einen Punkt hatten.“

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Weniger Mut dürfte Markus Weinzierl die Verletztenmisere machen. Im Sturm drohen neben Breel Embolo, Franco Di Santo und Bernard Tekpetey auch Guido Burgstaller und Eric Maxim Choupo-Moting auszufallen: „Guido Burgstaller hat die ganze Woche nicht trainiert, weil er aus dem Frankfurt-Spiel noch muskuläre Probleme hat. Dass Choupo am Mittwoch als letzter Stürmer dann auch noch das Training abgebrochen hat, das war schon so ein Punkt, wo wir uns angeschaut haben und uns gefragt haben, was aktuell alles so zusammenkommt.“

Update 03.02.: Sowohl Guido Burgstaller als auch Eric Maxim Choupo-Moting reisen nach München. Ob sie es auch in den Kader schaffen, ist allerdings nach wie vor weiter ungewiss.

Comeback von Klaas-Jan Huntelaar?

Auch hinter einem Einsatz Klaas-Jan Huntelaars, der am Mittwoch nach dreieinhalb Monaten Pause zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainieren konnte, steht ein dickes Fragezeichen. Doch trotz des Trainingsrückstandes, der unter normalen Umständen einen Einsatz ausschließen würde, sei Huntelaar eine Option. „Ich bin in einer Situation, in der man alles in Erwägung ziehen muss“, klagt Weinzierl. Gut möglich, dass im Sturm Donis Avdijaj und Evgen Konoplyanka starten werden und der „Hunter“ zunächst auf der Bank sitzen wird.

Fraglich sei auch Max Meyer, der am Mittwoch nach seiner Rippenprellung und seinem Infekt erstmals wieder auf dem Platz stand. „Da müssen wir schauen, wie er mit den Schmerzen zurecht kommt“, hofft Weinzierl auf einen Einsatz des Youngsters. Ausfallen werden außerdem die langzeitverletzten Verteidiger Coke und Abdul-Rahman Baba.

Ob Winter-Neuzugang Holger Badstuber gegen seinen Ex-Club auflaufen wird, ließ Markus Weinzierl offen. Zwar werde der Innenverteidiger im Laufe der Saison noch gebraucht, aktuell dürfte Linksfuß Badstuber aber kaum an Matija Nastasic oder Naldo in Schalkes 3er-Kette vorbeikommen.

Manuel Neuer warnt vor Schalke

Anders als Weinzierl kann Bayer-Chefcoach Carlo Ancelotti beinahe aus dem Vollen schöpfen: Neben Jerome Boateng wird am Samstag lediglich Frank Ribéry fehlen.


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FCB-Keeper Manuel Neuer, auf Schalke kein Unbekannter, warnt dennoch vor den Königsblauen: „Schalke steht ein bißchen mit dem Rücken zur Wand. Das ist ein gefährliches Spiel, denn aus Schalker Sicht kann man in einem Spiel gegen den FC Bayern vieles wieder gutmachen“. Schalke habe „klasse Fußballer in ihren Reihen und sich auch im Winter noch mal verstärkt. Wir sollten gewarnt sein.“

Respekt vor dem Gegner hat man selbstverständlich auch in Gelsenkirchen. „Sie haben die letzten Spiele alle gewonnen, aber nicht mit der Souveränität wie in den letzten Jahren“, sieht Weinzierl die Bayern nicht mehr so stark wie zuvor. Dennoch: „Sie haben sehr viel individuelle Qualität. Nach zwei Auswärtspielen in diesem Jahr werden sie vor eigenem Publikum beim ersten Heimspiel in diesem Jahr hochmotiviert sein, das Spiel zu gewinnen.“

„Aus wenigen Chancen ein oder zwei Tore erzielen“

Von seinen Profis erwartet der Fußballlehrer „eine gewisse Kaltschnäuzigkeit und die Effektivität im Sturm, um aus wenigen Chancen, die wir bekommen werden, dann auch ein oder zwei Tore zu erzielen.“ Besonders positiv stimmt Schalkes Torquote da nicht: Beim Verhältnis zwischen Torschüssen und Toren liegt Königsblau in der Bundesliga mit 8,65 Prozent nur auf Rang 13. Das heißt: Nicht einmal jeder zehnte Schalker Torschuss zappelt im Netz.

Mit Donis Avdijaj kann Markus Weinzierl allerdings auf ein besonders motiviertes Talent hoffen. Gegen den Hamburger SV gelang dem 20-Jährigen ein wunderschönes Tor. Und: Seine Torschussquote liegt bei immerhin 20 Prozent.


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Über Redaktion (1019 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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