Schalke nach 1:0 gegen Köln im DFB-Pokal-Viertelfinale: ‚Kölner verantwortlich für zähes Spiel‘

Der FC Schalke 04 setzt sich im Achtelfinale des DFB-Pokals kanpp gegen den 1. FC Köln durch. Schalkes Cheftrainer Domenico Tedesco nannte das 1:0 „ein hartes Stück Arbeit“.

Schalke-Köln-DFB-Pokal

Schalkes Coach tauschte nach dem 2:2 gegen Eintracht Frankfurt auf zwei Positionen: Anstelle von Benjamin Stambouli und Yevgen Konoplyanka starteten Thilo Kehrer und Franco di Santo.

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Schalke tat sich gegen kompakte Kölner weitgehend sehr schwer, erspielte sich nur wenige Möglichkeiten. Noch schwächer der Gegner: Zwar verteidigte Köln gut, im Spiel nach vorne fand der „Effzeh“ aber kaum statt.

Der S04 brauchte schon eine (kuriose) Standardsituation, um das Leder im Tor unterzubringen: In der 63. Spielminute war es Max Meyer, der Schalke erlöste. Der nicht zwingend als „Kopfballungeheuer“ bekannte Meyer verlängerte das Leder nach einer Ecke von Bastian Oczipka mit dem Hinterkopf ins lange Eck – 1:0 für Königsblau! Dabei blieb es bis zum Schluss.

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Nach dem 1:0 stehen die Knappen im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Nach dem Spiel analysierte Domenico Tedesco: „Es war das erwartet schwere Spiel. Die Kölner waren sehr gut eingestellt. Der FC hat gut und geduldig verteidigt. Unser Gegner ist nie nervös geworden und hat es uns nicht einfach gemacht. Um zum Erfolg zu kommen, haben wir tiefe Laufwege gebraucht. Die hatten wir im ersten Durchgang aber nur bedingt. Das haben wir in der Pause auch angesprochen und es dann auch besser gemacht. Bereits vor dem Tor hatten wir nach dem Seitenwechsel gute Möglichkeiten. Den Treffer hat Max Meyer dann super gemacht. Danach war mir wichtig, dass wir uns keinen Konter fangen. Das hat meine Mannschaft gut gemacht und insgesamt kaum etwas zugelassen.“

Gleichzeitig bremste Tedesco erneut die Erwartungen: „Dass wir auf Platz zwei überwintern, ist für uns aber nicht entscheidend. Das ist nur eine Momentaufnahme. Hätten wir beispielsweise in Bremen oder Freiburg nicht gewonnen, wären wir nur Siebter. Der Hype um uns ist mir daher etwas zu groß. Das Pokalspiel gegen Köln war ein Sinnbild für die Hinrunde. Es war ein hartes Stück Arbeit, die Mannschaft hat sich dafür belohnt. Wir wissen, dass noch viel zu tun ist, damit wir im zweiten Saisonteil erneut erfolgreich sein können.“

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck beglückwünschte den FC Schalke fair für das Weiterkommen und befand: „Die Zuschauer haben ein zähes Spiel gesehen. Dafür waren vor allem wir verantwortlich. Das war aber auch unser Plan. Wir wollten gut verteidigen, die Räume gut zustellen. Das haben wir bis zum Gegentor auch sehr gut hinbekommen. Nach dem 0:1 haben wir etwas mehr riskiert. Durch Kevin Goden hatten wir auch eine gute Chance. Schlussendlich hat man aber gemerkt, dass uns die entscheidenden Körner gefehlt haben. Deshalb hat Schalke unterm Strich verdient gewonnen.“

Die O-Töne wurden von schalke04.de aufgezeichnet.

Über Moritz (1220 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.