Markus Weinzierl über die „Grundproblematiken dieser Saison“

Tabellenplatz 11 und neun Punkte Rückstand auf die Europa-League-Plätze: Der FC Schalke bleibt in dieser Saison meilenweit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Woran es liegt, hat Markus Weinzierl jetzt erklärt.

Markus Weinzierl Schalke

In der Pressekonferenz vor dem schweren Spiel gegen den FC Bayern am Samstag haderte der 43-Jährige mit dem Verletzungspech, das den FC Schalke 04 in dieser Saison vor allem in der Offensive regelmäßig und hartnäckig ereilt. Aktueller Stand: Am Samstag drohen neben Breel Embolo, Franco Di Santo und Bernard Tekpetey auch Guido Burgstaller und Eric Maxim Choupo-Moting auszufallen. Auch hinter Klaas-Jan Huntelaar, der am Mittwoch nach dreieinhalb Monaten Pause zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainieren konnte, steht aufgrund des Trainingsrückstandes ein dickes Fragezeichen.

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„Acht bis zehn Stürmertore fehlen“

„Der Kern der Problematik ist, dass uns in dieser Saison 8 bis 10 Stürmer-Tore fehlen. Genau deshalb stecken wir in einer schwierigen Situation“, so Weinzierl. Und weiter: „Das geht ja schon im letzten Jahr damit los, dass Pep Guardiola die Idee hat, Sané wegzuholen. Dann lassen wir den Hunter spielen, der dann nicht so trifft. Das ist auch mal OK. Dann lassen wir Embolo spielen, der trifft, dann ist er sechs Monate verletzt. Dann graben wir Franco Di Santo wieder aus, der schon abgeschrieben war. Der spielt gut, ist bis zum heutigen Tag verletzt. Dann lassen wir Choupo-Moting spielen, der spielt dann auch ordentlich. Ist dann auch wieder verletzt. Dann holen wir Burgstaller, der auch verletzt ist. Ich finde schon, dass da viel zusammen kommt“.

Immerhin belegt der S04 in der Bundelsiga Platz sieben, was die Anzahl an Torchancen angeht. Beim Verhältnis zwischen Torschüssen und Toren liegt Königsblau mit 8,65 Prozent allerdings nur auf Rang 13!

Ein Tor in sieben Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison: Klaas-Jan Huntelaar

Ein Tor in sieben Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison: Klaas-Jan Huntelaar

„Acht bis zehn Stürmertore sind definitiv sechs bis acht Punkte, die uns fehlen“, rechnet der Cheftrainer vor. Damit wäre Schalke im Schlagweite zu den Europa-League-Plätzen. S04-Sportvorstand Christian Heidel ergänzt: „Ich glaube, dass die Saison ganz anders gelaufen wäre, wenn uns die Spieler, die wir neu verpflichtet haben, uns auch wirklich zur Verfügung gestanden hätten. Diese Saison hat schon eine besondere Geschichte.“

Und auch im Mittelfeld stockte es zuletzt, wie Weinzierl betont. Gegen Frankfurt zeigten sich die Knappen desolat im Aufbauspiel. Markus Weinzierl: „Wir haben die langen Bälle gespielt. Das hat hinten heraus nicht gepasst. Vor allem über die linke Seite, wo Bentaleb viel zu früh vorne reingelaufen ist, damit die Anspielposition nicht da war, Matija also den langen Ball spielen musste“.

Kritik am Schalker Mittelfeld

Für einen ordentlichen Spielaufbau schon aus der 3er-Abwehrkette heraus bräuchten die Innenverteidiger „Mittelfeldspieler, die die Bälle auch haben wollen. Hinten drin ist man davon abhängig, dass die Mittelfeldspieler mutig sind, den Flachpass auch fordern.“ Das sei gegen Frankfurt am letzten Wochenende allerdings nicht der Fall gewesen.

Immerhin läuft es in der Abwehr. „Fakt ist, dass wir defensiv kein Problem haben, finde ich. Wir sind in der Abwehr sehr stabil, haben seit der Umstellung auf die 3er-Kette mit die wenigsten Gegentore bekommen. Aber offensiv müssen wir stärker werden“, so Weinzierl.

 


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Über Redaktion (1019 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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