DFB-Pokal: Schalke mit Mühe eine Runde weiter

Schalke 04 gewinnt mit etwas Mühe gegen den BFC Dynamo Berlin und zieht damit in die nächste Runde des DFB-Pokals ein. Yevhen Konoplyanka avanciert zum Matchwinner, während Leon Goretzka und Max Meyer zeigen, wie wichtig sie für Schalke sind.

Schalke-BFC-Dynamo

Domenico Tedesco schickte seine Profis wie erwartet im 3-4-3 ins Spiel. Etwas überraschend standen Coke und der lange verletzte Benedikt Höwedes nicht im Kader, genauso wie Breel Embolo und Alessandro Schöpf, die ebenfalls nach überstandenen Verletzungen noch nicht bei 100 Prozent sind. Zudem saßen Leon Goretzka und Max Meyer zunächst auf der Bank.

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Yevhen Konoplyanka (links) und Amine Harit (rechts) begannen auf den Flügeln, Guido Burgstaller im Sturmzentrum. Auf der Doppel-Sechs: Nabil Bentaleb und Talent Weston McKennie. Daniel Oczipka und Bastian Oczipka begannen wie in der Vorbereitung auf den offensiv ausgelegten Außenverteidigerpositionen. Thilo Kehrer rückte für den verletzten Naldo ins Zentrum der Innenverteidigung, auf links Matija Nastasic, auf rechts Benjamin Stambouli. Im Tor: Schalkes neuer Kapitän Ralf Fährmann.

Schalke begann gut und wusste zu gefallen. Das von Tedesco favorisierte hohe Pressing und aufmerksame Gegenpressing sorgte dafür, dass die Entfaltungsversuche des Viertligisten meistens bereits im Entstehen vereitelt wurden. Die ersten Chancen auf Schalker Seite ließen nicht lange auf sich warten.

10. Spielminute: Amine Harit schickte mit einem feinen Steilpass den durchstartenden Yevhen Konoplyanka, doch der Ukrainer schob das Leder freistehend am Tor vorbei. Acht Minuten später eine erneute Chance nahe der 100%, doch Guido Burgstaller brachte es nach Vorarbeit von Oczipka fertig, den Ball einen Meter vor dem Tor gegen zwei Berliner nicht über die Linie zu drücken.


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Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wurden die Berliner immer sicherer und erkämpften sich mehr und mehr Ballbesitz. Schalke verlor langsam den Zugriff auf den Gegner. Zudem agierte Harit in der ein oder anderen Situation etwas zu pomadig und fabrizierte in der Konsequenz unnötige Ballverluste, war danach kaum noch zu sehen. Auf der linken Seite hatte Berlins Marcel Rausch seinen Gegenspieler Yevhen Konoplyanka ziemlich gut im Griff.

In der 37. Spielminute dann die dickste Chance für den BFC Dynamo Berlin: Nach einem Fehler von Benjamin Stambouli musste Ralf Fährmann in höchster Not klären. Torlos ging es in die Halbzeitpause.

Domenico Tedesco reagierte auf die schwache Leistung von Amine Harit und brachte Franco Di Santo für den 19-Jährigen. Zudem stellte er die Innenverteidigung um: Stambouli und Kehrer tauschten die Positionen, sodass der Franzose  ab sofort im Zentrum spielte.

Kurz nach Wiederanpfiff hielt Fährmann nach einer Standardsituation das Unentschieden fest. Danach nahm der S04 wieder das Heft in die Hand.

Zunächst scheiterte Konoyplanka aus aussichtsreicher Position (53.). In der 55. kam Leon Goretzka für den engagierten aber wenig effektiven Weston McKennie. Und schon zwei Minuten später zeigte der 22-Jährige, wie wichtig er für Schalke ist, sein Schuss traf allerdings nur die Latte. Wenige Minuten später scheiterte Franco Di Santo gleich zwei Mal an Keeper Bernhard Hendl.

Domenico Tedesco wirkte an der Außenlinie zunehmend unzufrieden. Nachdem in der 66. Spielminute Guido Burgstaller und Matija Nastasic nach Oczipka-Ecke erneut an Hendl scheiterten, brachte Tedesco Max Meyer für Burgstaller (71.).

Das lang ersehnte 1:0 besorgte dann Yevhen Konoplyanka nach schöner Co-Produktion mit Leon Goretzka (78.). Franco Di Santo und Nabil Bentaleb hatten in der 82. und 83. Spielminute die Chance auf die Entscheidung, scheiterten aber.

Die Entscheidung besorgte dann Yevhen Konoplyanka nach Vorlage von Max Meyer (91.) – 2:0.

Über Redaktion (1090 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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