„Das war zu wenig“: Schalke enttäuscht auch im letzten Spiel

Schalke spielt zum Saisonabschluss 1:1 in Ingolstadt. Mit dem Unentschieden, das über die 90 Minuten ziemlich symptomatisch für die gesamte Saison war, verpasste der S04 zudem den von Cheftrainer Markus Weinzierl erhofften Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz. Somit beenden die Knappen eine insgesamt extrem ernüchternde Saison im Niemandsland der Bundesliga.

Leon-Goretzka-Schalke-Ingolstadt

Entsprechend enttäuscht äußerten sich die Protagonisten nach dem Spiel. Ralf Fährmann: „Die Partie in Ingolstadt war schon sinnbildlich für unsere Saison. Phasenweise war es recht ordentlich, dann wieder ohne Zugriff auf den Gegner und ohne Spielkontrolle. Ingolstadt hatte deutlich mehr torgefährliche Situationen als wir. Das ist natürlich sehr bitter.“

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Dabei erwischte der FC Schalke einen guten Start, ging nach schönem Zusammenspiel mit Leon Goretzka in der 2. Spielminute durch Donis Avdijaj in Führung. Auch danach blieb Schalke die spielbestimmende Mannschaft und spielte sich die ein oder andere Möglichkeit. Nach 15 Minuten verflachte das Spiel, in dem Naldo nach drei Monaten Verletzungspause sein Comeback gab, zusehends.

Markus Weinzierl: „In der Folgephase haben wir uns auf der Führung ausgeruht und den Gegner aufgebaut. Wir haben in der ersten Hälfte zu wenige Zweikämpfe gewonnen, das war das Problem. So kommt dann auch eine Situation wie die, die zum Elfmeter geführt hat, zustande.“

Denn fünf Minuten vor der Pause gab es einmal mehr einen umstrittenden Elfer gegen Schalke. Naldo behinderte FCI-Stürmer Lezcano, der theatralisch zu Boden sank. Den fälligen Strafstoß netzte Pascal Groß ein (41.).


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Nach rund 60 Minuten entschied Schiedsrichter Frank Willenborg erneut auf Elfmeter – dieses Mal berechtigt. Benjamin Stambouli hielt Pascal Groß fest, kassierte dafür die rote Karte und Schalke eine weiteren Elfer. Doch dieses Mal hielt Ralf Fährmann.

In der Folge gelang es Ingolstadt gegen 10 Schalker nicht, allzu gefährlich vor das Tor von Ralf Fährmann zu gelangen. So blieb es beim blassen 1:1, in dem Klaas-Jan Huntelaar sein letztes Spiel für den S04 machte und Weston Mc Kennie aus Schalkes U19 sein Profidebüt gab.

Nach dem Spiel gab Markus Weinzierl zu Protokoll: „Zu zehnt war es natürlich schwer zu gewinnen. Die Jungs haben dann den Punkt verteidigt. Sie sind nach dem Platzverweis mit mehr Herz und mehr Mumm aufgetreten.“ Ehrlich gab der 42-Jährige zu: „Im Endeffekt bleibt es dabei, dass der eine Punkt zu wenig ist.“

Auch Sportvorstand Christian Heidel wurde deutlich, äußerte sich aber differenziert:

„Wir wollten drei Punkte mitnehmen, haben am Ende einen. Vom Spielverlauf her müssen wir mit dem einen Zähler zufrieden sein. Zufrieden mit der Partie bin ich aber nicht. Auch wenn wir dann etwa eine halbe Stunde mit zehn Mann agiert haben, müssen und können wir besser Fußball spielen. Woran das liegt, wird sicherlich die Überschrift sein, wenn wir anfangen, die Saison zu analysieren. Man sieht bei einzelnen Aktionen, was die Mannschaft spielerisch kann. Auch das 1:0 war überragend herausgespielt. Aber das sieht man zu selten. Das gilt es zu besprechen, damit wir solche Szenen wesentlich häufiger sehen und eine ganz andere nächste Saison spielen.“

Über Redaktion (1129 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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