Breel Embolo erleidet Knochenmarködem

Schalke verteidigt sich gegen den Vorwurf, Breel Embolo zu schnell belastet zu haben. Der Verein nennt auch Details zum Reha-Rückschlag beim jungen Schweizer.

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Am Freitag gab der FC Schalke einen bitteren Rückschlag im Reha-Verlauf von Breel Embolo bekannt. „Nun gilt es, die Belastung zurückzufahren. Es stellt sich als so langwierig heraus, wie wir es befürchtet hatten“, sagte S04-Trainer Markus Weinzierl.

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Die „Basellandschaftliche Zeitung“ aus der Schweiz äußerte daraufhin am Wochenende einen Verdacht: „Wurde der Aufbau des Stürmers bei seinem kriselnden deutschen Arbeitgeber fahrlässig forciert?“ Das Blatt zitierte unter anderem den Zürcher Sportmediziner Bernhard Sorg, der sagte: „Im Sport ist es etwas vom schlimmsten, wenn man die Natur zu überlisten versucht und die Rückkehr nach einer Verletzung überforciert – wenn Techniker und Trainer den Medizinern den Fahrplan diktieren.“ Allerdings ging der Arzt nicht speziell auf Embolo ein.

Nun hat der S04 reagiert. Auf seiner Webseite schrieb der Verein am Montagabend: „Angesichts der Komplexität der Verletzung veranlasste die medizinische Abteilung eine vorsichtigere Herangehensweise, um Risiken bei der Genesung zu minimieren.“ Auch Embolo selber kommt zu Wort: „Natürlich kann es für einen jungen Spieler in einer Reha nie schnell genug gehen“, zitiert der FC Schalke den 20-Jährigen. „Aber unser Mannschaftsarzt Patrick Ingelfinger hat mich immer gebremst und mit mir zusammen den Rehaplan entschleunigt. Alle anderen Behauptungen entsprechen nicht den Tatsachen.“

Wasseransammlung im Knochen

Schalke nennt auch weitere Details zum Reha-Rückschlag: „So zeigten MRT-Untersuchungen in der vergangenen Woche und am heutigen Montag, dass sich ein (nicht schmerzhaftes) Knochenmarksödem gebildet hat.“


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Ein Knochenmarködem ist eine vermehrte Wasseransammlung im Knochen. Bei einer konservativen Behandlung eines solchen Ödems wird das betroffene Gelenk einfach für mehrere Wochen entlastet. Es bestehen aber auch die Möglichkeiten einer medikamentösen oder eine operativen Therapie.

Rückkehr in die Schweiz?

Laut dem S04 wird Embolo „in den kommenden Wochen weitere Schonung erhalten und sein Reha-Programm in Deutschland fortsetzen“. Die „Basellandschaftliche Zeitung“ hatte geschrieben, Schalke habe in Absprache mit dem Spieler entschieden, dass Embolo für die weitere Rehabilitation sofort in die Schweiz zurückkehre.

Die Wahrheit könnte in der Mitte liegen: „Schalkes Sportliche Leitung stellt Breel Embolo während der Reha eine kurze Verschnaufpause in Aussicht“, berichtet die WAZ. „Angedacht ist nach Informationen unserer Redaktion ein rund einwöchiger Urlaub in der Schweiz.“ Eine gesicherte Information gibt es allerdings noch nicht. Schalke-News.de hatte bereits am Montagnachmittag beim Verein angefragt, ob Embolo in die Schweiz zurückkehre, und wenn ja, für wie lange. Eine Antwort lag bis Dienstagmorgen nicht vor.

Verletzung gegen Augsburg

Embolo hatte sich im Oktober 2016 im Spiel gegen den FC Augsburg an Sprunggelenk und Wadenbein verletzt und Syndesmose- und Innenband gerissen.

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