Abwärtstrend: Nur vier Schalker Heimspiele ausverkauft

In der abgelaufenen Bundesliga-Saison war die Arena auf Schalke nur viermal bis auf den letzten Platz gefüllt. Das ist ein historisch schwacher Wert. Und auch im Vergleich zu anderen Vereinen steht der S04 nicht gut da.

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Als wir uns im Februar angeschaut haben, wie viele Heimspiele des S04 in dieser Bundesliga-Saison ausverkauft waren, lautet das ernüchternde Fazit: zwei. Der heimische Saisonstart gegen den FC Bayern und der 4:0-Sieg gegen Mönchengladbach. Nun, dreieinhalb Monate später, ist die Saison vorbei. Und was ist dazugekommen? Lediglich zwei weitere ausverkaufte Spiele: das Derby gegen den BVB und das Saisonfinale gegen den HSV.

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Ein Blick auf unsere Grafik zeigt, wie schwach der Wert von nur vier ausverkauften Heimspielen ist, verglichen mit der königsblauen Vergangenheit: Wäre vor zehn Jahren schon alles unter zehn ausverkauften Heimspielen schlecht gewesen, lag der bisherige Tiefpunkt bei sechs in der Saison 2015/16.

Auch ein Blick auf die anderen Bundesliga-Vereine in der Saison 2016/17 zeigt: Schalke steht nicht gut da. Der Hamburger SV und der FSV Mainz haben ebenfalls nur vier Heimspiele ausverkauft, Hertha BSC war mit zwei ausverkauften Spielen noch schlechter. Alle anderen Clubs schlagen sich aber besser, teilweise deutlich besser.

Natürlich muss man auch erwähnen, dass die Besucherzahlen in der Bundesliga im Vergleich zur Vorsaison insgesamt zurückgegangen sind: Zum ersten Mal seit acht Jahren kamen weniger als 13 Millionen Fans in die Stadien. Auch darf man nicht vergessen, dass Schalke bei all dem hinter dem BVB und dem FC Bayern immer noch die drittmeisten Zuschauer hat. Was diese Statistik angeht, sieht die Top 5 der Bundesliga nämlich so aus:


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Dennoch hinterlässt die niedrige Zahl an ausverkauften Spielen einen schalen Nachgeschmack nach einer eh bitteren Saison.

Doch was ist der Grund für den Rückgang? Die vielen Sonntagsspiele, die durch die Europa-League-Teilnahme anstanden und besonders Gästefans mit weiter Anreise abgeschreckt haben dürften? Die gestiegenen Bierpreise? Oder einfach die schwache sportliche Leistung der Schalker? Christian Heidel hatte der WAZ Ende Januar gesagt: „Viele Vereine würden sich wünschen, auf dem Niveau jammern zu können.“ Der Sportvorstand forderte aber auch: „Wir müssen die Punkte holen und noch besser Fußball spielen. Und zwar auf einem Niveau, mit dem sich auch die letzten Plätze in der Arena wieder füllen lassen.“

Wir haben heute Morgen noch einmal beim FC Schalke nachgefragt, wie sich der Verein den Rückgang erklärt. Bisher haben wir noch keine Antwort erhalten. Sobald sich das ändert, werden wir diesen Artikel ergänzen und updaten.

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