Warum Markus Weinzierl bislang kaum auf Schalkes Talente gesetzt hat

Nach den Transfers von Julian Draxler und Leroy Sané und nachdem sich Max Meyer als Leistungsträger etabliert hat, lechzen Schalkes Fans nach den nächsten Knappenschmiede-Talenten, die sich im Profi-Kader durchsetzen können. Doch unter Trainer Markus Weinzierl  sieht es dahingehend aktuell eher mau aus.

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Dabei haben die Gelsenkirchener zahlreiche viel versprechende Talente unter Vertrag. Mit Thilo Kehrer, Bernard Tekpetey, Fabian Reese und Donis Avdijaj sogar derer vier, die im erweiterten Profi-Kader stehen. Doch bislang kam nur Kehrer zu Einsätzen: Gegen Wolfsburg letztes Wochenende und gegen Krasnodar in der Europa League durfte der 20-Jährige jeweils eine Minute ran.

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Doch Markus Weinzierl hat seine Gründe. „Ich habe mich gewundert, dass in den letzten Tagen spekuliert wurde, wer spielen wird und wer eine Chance verdient hätte. So denke ich überhaupt nicht.“ Wer ihn kenne, wisse, „dass ich die Spiele auf jeden Fall gewinnen will und jetzt nicht mal einen spielen lasse, weil er auch mal will.“

Für Schalkes Cheftrainer gilt das Leistungsprinzip: „Es muss sich jeder verdienen, zu spielen.“ In der aktuellen Situation und nach dem Katastrophen-Start in die Saison mit fünf Niederlagen am Stück, ist Schalke verdammt, konsequent zu punkten. Markus Weinzierl verspricht aber: „Die, die gut trainiert haben, werden auch eine Chance bekommen. Früher oder später.“

Für einige vielleicht sogar früher. Nach der vorzeitigen Qualifikation zur Zwischenrunde in der Europa-League setzt Markus Weinzierl gegen OGC Nizza nämlich wieder auf Rotation: „Wir werden rotieren und zwei, drei Spieler schonen, die zuletzt immer gespielt haben“, kündigt Weinzierl an.

In Richtung seiner Talente ergänzt der Fußball-Lehrer: „Es ist auch klar, dass ich mir Gedanken mache, zwei oder drei junge Spieler spielen zu lassen, die Entwicklungspotenzial haben, sodass wir die den Leuten auch mal zeigen.“

Aktuell erscheinen Verteidiger Thilo Kehrer und Offensiv-Mann Bernard Tekpetey am nächsten dran, die ein oder andere Minute Spielzeit zu bekommen. Thilo Kehrer könnte in der Innenverteidigung einem der drei Dauerbrenner Nastasic, Naldo und Höwedes eine Verschnaufpause verschaffen. Und vorne könnte Bernard Tekpetey (zuletzt immerhin immer auf der Bank) Max Meyer oder Alessandro Schöpf ersetzen.

Fabian Reese und Donis Avdijaj hingegen schafften es bis dato nie in den Kader. Zumindest über Avdijaj äußerte sich Weinzierl ausgesprochen positiv: „Ich sehe ihn als torgefährlichen Spieler, egal wo er spielt. Ob in vorderster Reihe oder hinter den Spitzen.“ Zwar schränkt Weinzierl ein: „Er hat nach seiner Verletzung gut gearbeitet. Aber natürlich ist so eine lange Pause immer schlecht für einen jungen Spieler.“ Allerdings betont der Fußball-Lehrer auch, dass sich Avdijaj zu 100%-ig im Training befindet. Und für seine Art spielen zu lassen, benötigt Weinzierl bekanntlich 100%-ig fitte Spieler.


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Über Redaktion (962 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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