Warum es ein Fehler war, Christian Fuchs abzugeben

Schalke hadert auch in der Rückrunde mit seinem Offensivspiel. Gegen Werder Bremen spielte sich Königsblau zwar Chance um Chance heraus, doch Treffer blieben Mangelware. Gegen einen schwachen Aufsteiger machte es S04 in Darmstadt eine Woche später etwas besser und gewann 2:0.

Christian Fuchs. Bild: Gerd Kraus Sportfotos

Christian Fuchs. Bild: Gerd Kraus Sportfotos

Neben der Schalker Abschlussschwäche sind fehlende und schwache Flanken ein weiterer Grund für Schalkes lahmende Leistungen in der Offensive. André Breitenreiter favorisiert das Spiel durch die Zentrale, lediglich Junior Caicara besorgte zuletzt die ein oder andere Flanke.

Klaas-Jan Huntelaar kritisierte Anfang Januar fehlende Impulse von den Flügeln. Vor allem die Flanken von Jefferson Farfan, mit dem Huntelaar auf Schalke 5 Jahre zusammenspielte, seien wichtig für den Niederländer gewesen. „Auch ein Christian Fuchs hat vor allem in seinem ersten Jahr sehr viele Tore vorbereitet. Das sind sehr wichtige Elemente in unserem Spiel, die wir verloren haben“.

Anzeige:

„Düsenjeff“ Farfan ließ S04 im Sommer für rund 10 Millionen Euro gehen. Christian Fuchs wechselte gar ablösefrei. Mit Dennis Aogo und Sead Kolasinac hatte Königsblau schließlich zwei weitere Außenverteidiger für die linke Seite. Zwei, denen man offenbar mehr zutraute als dem Österreicher.

Leicester City, Fuchs´ neuer Club, weiß offenbar, was er an dem 29-Jährigen hat. Der „Fuchser“ ist aktuell einer der Schlüsselspieler im Team von Claudio Ranieri und mit dafür verantwortlich, dass der Club nach 24 Spieltagen auf Platz 1 der englischen Premier League steht.


[Anzeige]

Der Datenaggregator-Dienst Whoscored.com führt Christian Fuchs mit einem durchschnittlichen „Player Rating von 7,4 auf Platz 16 der besten Spieler in der Premier League.

Der auf Schalke immer wieder für sein schwaches Defensivverhalten gescholtene Christian Fuchs zeigt mittlerweile Woche für Woche solide Leistungen sowohl in Leicesters Offensive als auch in der Abwehr und glänzt mit durchschnittlich starken 3,2 Balleroberungen („Interceptions“) pro Spiel.

Warum es in England besser für den 29-Jährigen läuft, verriet Fuchs jetzt der Daily Mail. „Wir haben ein großartiges Team. Kein Team mit Stars, aber ein Team, das auf dem Platz geschlossen arbeitet. Das ist wichtiger als alles andere“, so Fuchs. Der Abwehrspieler kommt deshalb zu dem Schluss, dass Leicester „ein besseres Team“ als seine Ex-Mannschaft ist. „Unsere Einstellung macht den Unterschied“, erklärte der Außenverteidiger.

Zwar konnte der Österreicher auf Schalke – wie seine Ex-Kollegen – nie an seine Glanzleistungen aus der Saison 2011/2012 mit 4 Toren und 14 Vorlagen in 44 Pflichtspielen anknüpfen. Aber die ein oder andere Fuchs-Flanke täte Schalke in dieser Saison doch ganz gut.

Über Redaktion (1086 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*