Vorschau Schalke 04 gegen Bayern München: Weinzierl fordert 110 Prozent

Das erste Spiel der neuen Saison erinnerte in weiten Teilen an die abgelaufene Saison: Gegen Frankfurt offenbarte Schalke große Probleme in der Defensive und brachte auch in der Offensive nichts Zählbares zustande. Mit dem FC Bayern erwartet der FC Schalke am Freitagabend zur Heimspielpremiere einen Gegner von ganz anderem Kaliber.

Bild: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Bild: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

S04-Sportvorstand Christian Heidel erneuerte vor der Partie noch einmal seine Kritik an der Mentalität in der Mannschaft: „Wir müssen dahin kommen, dass die Spieler von Schalke 04 verstehen, dass sie in jedem Spiel ans Limit gehen müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Mit 98 Prozent kann man nur recht wenig erreichen.“ Das dürfte vor allem für das anstehende Spiel gegen den Rekordmeister gelten.

Als Mannschaft den Gegner fordern

Das sieht auch Schalkes neuer Cheftrainer so. „Wir werden dafür sorgen, dass die Mannschaft anders auftritt“, verspricht Markus Weinzierl. Das 0:1 in Frankfurt habe er abgehakt. „Wir haben uns in Frankfurt in der Anfangsphase was anderes vorgenommen, haben ganz anders gespielt, als wir es eigentlich wollten. Und das darf uns nicht nochmal passieren“, so der 41-Jährige.

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„Natürlich“, so Weinzierl, sei der FCB „das Maß aller Dinge.“ Und sicherlich werde es Freitagabend eine „ganz, ganz schwere Aufgabe, aber wir werden es probieren – das Ziel ist es zu punkten und zu gewinnen.“ Es gelte, als Mannschaft den Gegner zu fordern und 110 Prozent abzurufen.

Weinzierl lässt sich nicht in die Karten schauen

Ob seine Mannschaft gegen den Tabellenführer im 4-2-3-1 oder im 3-5-2 agieren wird, verriet Markus Weinzierl nicht: Gegen gute Mannschaften sei es aber „immer ein Mittel, mit 3er-, bzw. 5er-Kette zu spielen“. Gegen die Bayern gebe es zudem exakt zwei Möglichkeiten. „Entweder man steht tief und verteidigt tief oder man spielt mutig und geht vorne drauf, um den Gegner frühzeitig unter Druck zu setzen.“ Welche Strategie er dabei favorisiert, ließ Weinzierl wie so oft offen.

Franco Di Santo fällt aus

Verzichten muss Schalke beim ersten Heimspiel der Saison auf Franco Di Santo, der wegen muskulärer Probleme ausfallen wird. Zudem ist ein Einsatz von Innenverteidiger Naldo gefährdet, der sich mit Rückenproblemen plagt. Auf der anderen Seite fiebern Schalkes Neuzugänge, der gegen Frankfurt bärenstarke Nabil Bentaleb, sowie Benjamin Stambouli und Evgen Konoplyanka ihrem ersten Spiel vor heimischer Kulissen entgegen. Gleich bei ihrem Debüt sind Schalkes Neue besonders gefordert sein.

Erster Gradmesser für Ancelottis „neue Bayern“

In München bewertet man das Spiel gegen Schalke als „ersten großen Gradmesser für Carlo Ancelotti und die etwas veränderte Philosophie“, wie der Blog Miasanrot schreibt. „Man kann zwar sicherlich erwarten, dass die Bayern in ihren Ballbesitzphasen sehr viele Lösungswege kreieren werden und mit Druck sowie Risiko agieren, aber speziell die abwartenden Phasen werden spannend. Die Eindrücke aus den vielen Vorbereitungsspielen und dem Supercup, dass der FCB dort noch anfällig ist, bestätigten sich gegen Bremen nicht“.

Wie Markus Weinzierl kann auch Carlo Ancelotti nicht aus dem Vollen schöpfen. Mit Jerome Boateng und Arjen Robben werden zwei Stützen des Teams erst am Sonntag ins Mannschaftstraining zurückkehren, gegen Schalke demnach fehlen. Mit Neuzugang Renato Sanches und Flügelflitzer Douglas Costa drängen allerdings zwei Spieler ins Team, die das Offensivspiel der Bayern noch einmal ankurbeln und für Gefahr auf Schalke sorgen dürften.

 


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Über Redaktion (981 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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