Vorschau S04 gegen Nürnberg: So will FCN-Trainer Schwartz Schalke packen

Angesichts des ungefährdeten Sieges gegen den 1. FSV Mainz 05 vergangenen Sonntag begann der königsblaue Anhang schon früh, sich für das Derby einzusingen. Und wenn man die Berichterstattung rund um den FC Schalke 04 in dieser Woche verfolgt, dann dominiert ein Thema: Das Spiel zwischen Borussia Dortmund und S04 am kommenden Samstag um 18.30 Uhr. Doch vorher steht ein weiteres schweres Spiel an: Schalke 04 muss im DFB-Pokal heute Abend um 20.45 Uhr beim 1. FC Nürnberg ran.

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Nachdem Schalke wettbewerbsübergreifend fünf Spiele ungeschlagen ist, warnt Kapitän Benedikt Höwedes vor zu großer Euphorie: „Wir haben in Nürnberg eine brutal schwere Aufgabe vor der Brust. Das dürfen wir überhaupt nicht auf die leichte Schulter nehmen.  Wenn wir glauben, wir können da mal eben hinfliegen und die wegputzen, das funktioniert nicht.“ Und Leon Goretzka mahnte ebenfalls, erst an das heutige DFB-Pokal-Spiel gegen Nürnberg zu denken, „anschließend konzentrieren wir uns aufs Derby“, so Schalkes Mittelfeldmotor. Vorsicht ist durchaus angebracht. Denn Nürnberg hat momentan einen Lauf, gewann nach längerer Durststrecke in der zweiten Bundesliga die letzten vier Spiele. Damit konnte sich der FCN wieder an das obere Tabellendrittel heran kämpfen.

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Auch Schalke-Trainer Markus Weinzierl spricht von einem „wichtigen Pokalspiel“ – und kündigt eine Fortsetzung seiner Rotationsstrategie an. Denn Schalke lebe „von unserer Frische, um 100%-ig giftig und aggressiv zu sein und eine hohe Intensität im Spiel gehen zu können.“ Insofern sei es auch der Schlüssel zum Erfolg gewesen, in Krasnodar rotiert zu haben.

Es sei wahrscheinlich, „dass wir wieder rotieren werden“, so Schalkes Cheftrainer weiter. Das sei aber nur möglich, weil S04 über viele Spieler verfüge, „die sehr viel Qualität haben.“ Spieler wie Evgen Konoplyanka etwa, der Schalke im Europa-League-Spiel zum Sieg schoss, daraufhin aber gegen Mainz 90 Minuten auf der Bank saß. Der Ukrainer dürfte ein Kandidat für die Startelf sein. Frische und so.

Genauso wie Nabil Bentaleb, Max Meyer oder Leon Goretzka, die gegen Mainz sehr gute Leistungen abriefen. Mit seinen beiden Assists empfiehl sich auch Franco Di Santo für einen weiteren Startelf-Einsatz. Nach lediglich 88 Spielminuten in den letzten fünf Pflichtspielen dürfte aber auch Klaas-Jan Huntelaar top-motiviert – und frisch genug – sein, sich seinen Platz im Sturm zurückzuerobern.


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FCN-Trainer Alois Schwartz warnt indes vor dem Ruhrpott-Club. „Die Kluft zwischen erster und zweiter Liga ist inzwischen sehr groß“, sagt Schwartz. Aber: „In einem Spiel ist alles möglich. Wir nehmen es so ernst wie in der Liga.“ Anders als S04 wird Nürnberg weniger Wechsel vornehmen: „Ich glaube nicht, dass wir gegen Schalke groß rotieren werden“, so Nürnbergs neuer Trainer.

„Wenn wir wie zuletzt die Laufbereitschaft, Kompaktheit und unser schnelles Umschaltspiel zeigen, dann hat es jeder Gegner schwer“, verrät Nürnbergs neuer Trainer seinen Matchplan.

Fragezeichen stehen beim FCN hinter den Einsätzen von Dave Bulthuis und Kevin Möhwald, die aus dem Spiel gegen Hannover (2:0) Blessuren davon trugen. Sicher fehlen werden dagegen weiterhin die Verletzten Georg Margreitter, Enis Alushi und Patrick Erras.

Über Redaktion (1121 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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