Vorschau: Augsburg will Schalker Aufschwung einen Dämpfer verpassen

Die Länderspielpause kam für Schalke zur Unzeit. Gerade hatten die Knappen mit überzeugenden Siegen gegen Salzburg (3:1) und Borussia Mönchengladbach (4:0) zurück in die Erfolgsspur gefunden, musste S04 pausieren und 11 Profis für Länderspiele abstellen. Gegen den FC Augsburg sollen die Mannen von Chef-Trainer Markus Weinzierl am Samstag genauso weitermachen, „wie wir gegen Gladbach aufgehört haben“, so der Ex-Augsburger.

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Gegen seinen Ex-Klub hätte Weinzierl den Schwung der letzten beiden Partien gerne mitgenommen. „Aber so sind die Gegebenheiten, das kann man sich nicht aussuchen“, gibt sich der 41-Jährige realistisch.

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Markus Weinzierl ohne Wehmut gegen seinen Ex-Klub

Besonders wehmütig wirkt Weinzierl angesichts des Wiedersehens mit seinem Ex-Verein an alter Wirkungsstätte nicht. „Ich freue mich darauf, wieder nach Augsburg zu kommen. Es waren vier sehr erfolgreiche Jahre“. Doch dieses Kapitel sei „sehr positiv abgeschlossen“. Am Samstag zähle nur Schalke: „Wir wollen drei Punkte holen. Dieses Vorhaben werden wir mit 110 Prozent angehen.“

Der Tabellen-12. werde brennen „und uns im Zweikampf das Leben schwer machen“, warnt Weinzierl. „Da müssen wir die Basics genauso umsetzen wie Augsburg. Wenn wir das einbringen, sind wir die Besseren, weil wir mehr individuelle Qualität bieten. Aber ohne Kampf werden wir nicht gewinnen. Es geht darum, alles in den Ring zu werfen. Dann werden wir auch das Glück auf unserer Seite haben.“

Verletzungsmisere in Augsburg

Und einen weiteren Vorteil werden die Knappen am kommenden Samstag haben. Während S04 lediglich auf die Langzeitverletzten verzichten muss, fehlen bei den Fuggerstädtern die Offensivspezialisten Raúl Bobadilla und Caiuby. In der Defensive fehlt neben dem langzeitverletzten Callsen-Bracker nun auch Jeffrey Gouweleeuw. Zudem fehlen Mittelfeldspieler Dominik Kohr und der Ex-Schalker Marvin Friedrich verletzungsbedingt.

„Es hat uns sehr hart erwischt, aber in solchen Phasen rückt man noch enger zusammen. Wir haben noch andere Spieler im Kader, die ihre Chance nutzen und sich in den Vordergrund spielen können“, kommentiert FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter die Verletzungsmisere. Und Cheftrainer Dirk Schuster ergänzt: „Unsere Situation ist momentan sicher nicht normal. Die ganzen Verletzungen sind – bis auf die Letzte von Jeffrey Gouweleeuw – unter Einwirkung der Gegner entstanden. Es ist schon untypisch und in der Form auch heftig für uns, so viele Verletzte zu haben, aber es ist eine Herausforderung, die wir meistern werden.“

Dem FC Schalke will Schuster nach dem „kleinen Aufschwung“ wieder einen Dämpfer verpassen: „Schalke hat eine qualitativ sehr starke Mannschaft, das hat man auch im letzten Spiel gegen Gladbach gesehen. Wir haben ein Heimspiel und wollen die Schalker dort packen, wo sie verwundbar sind“, kündigt der Ex-Darmstädter an.


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Schalke wieder im 4-2-3-1

Personell erscheint wahrscheinlich, dass Markus Weinzierl wie zuletzt spielen wird, also mit Benedikt Höwedes auf der rechten Außenverteidigerposition, Johannes Geis auf der 6 neben Nabil Bentaleb und mit Leon Goretzka, Eric Maxim Choupo-Moting, Alessandro Schöpf und Breel Embolo in der Offensive.

So könnte Schalke 04 spielen:

Fährmann – Kolasinac (Baba), Nastasic, Naldo, Höwedes – Geis, Bentaleb – Choupo-Moting, Goretzka, Schöpf – Embolo (Huntelaar)


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Über Redaktion (1061 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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