Schalke gegen Wolfsburg: Die 4 Geschichten des Spiels

Mit einem überzeugenden 3:0 hat Schalke 04 den VfL Wolfsburg nach Hause und in der Tabelle auf Rang 7 geschickt. S04 nutzte am Samstag seine Chancen und blieb dieses Mal über 90 Spielminuten konzentriert. Dabei war es auch ein Spiel, das die Geschichten von vier Einzelspielern erzählte.

Vor dem Anpfiff richteten sich die Augen auf Rückkehrer Julian Draxler, der nach seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg auf Schalke das „Schlimmste“ erwartet hatte. Doch das Schlimmste sollten nicht die Reaktionen der Fans an diesem Nachmittag werden, sondern das Geschehen auf dem Platz. Und so stahlen dem 22-Jährigen die Schalker die Show – allen voran Klaas-Jan Huntelaar, Johannes Geis und Alessandro Schöpf.

Julian Draxler

Die Reaktionen der Fans fielen annehmbar aus. Ein paar Pfiffe vor und während des Spiels. Zu mehr hatte es nicht gereicht. Vor allem wohl wegen Draxlers schwacher Leistung auf dem Rasen der Arena, der einfach keine Angriffsfläche bot. Zwar brachte der Ex-Schalker immerhin zwei Schüsse auf das Tor von Ralf Fährmann, aber mit gerade einmal 45 Ballaktionen lief das Spiel größtenteils am „35-Millionen-Mann“ vorbei. Vor allem in Halbzeit zwei sorgte Draxler mit einigen unsauberen Pässen für Schadenfreude auf den Rängen.

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Keine Chance für Julian Draxler und "seinen" VfL Wolfsburg. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Keine Chance für Julian Draxler und „seinen“ VfL Wolfsburg. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Klaas-Jan Huntelaar

Klaas-Jan Huntelaar war die Erleichterung anzumerken. Nach genau 352 Spielminuten hatte der „Hunter“ seinen Torinstinkt wieder entdeckt. Mit einem satten Distanzschuss in die linke Ecke überwand der Niederländer Diego Benaglio im Tor der Niedersachsen. Geschenkt, dass der Schweizer da keine sonderlich gute Figur machte. „Es ist schön zu sehen, dass sich der Hunter für seine harte Arbeit mit einem Tor belohnt hat“, sprach Schalke-Coach André Breitenreiter wohl so ziemlich allen Schalke-Fans aus der Seele. Fun-Fact am Rande: mit dem 1:0 zog Huntelaar in der Schalker Tor-Statistik an einem gewissen Ebbe Sand vorbei.

Johannes Geis

Freistoß-Spezialist Johannes Geis traf endlich auch in der Bundesliga mit einem direkten Freistoß für den FC Schalke 04 (35. Spielminute). Aus knapp 25 Metern hatte der 21-Jährige den Ball aus halblinker Position über die Mauer direkt neben den linken Pfosten ins Tor befördert – übrigens der vierte Freistoßtreffer von Geis gegen den VfL Wolfsburg! Zuvor hatte der Ex-Mainzer für S04 nur im DFB-Pokal gegen Duisburg und in der Vorbereitung mit einem direkten Freistoß getroffen. Sein 2:0 sollte die Vorentscheidung bedeuten.

Alessandro Schöpf

Auch Winterneuzugang Alessandro Schöpf erhielt wieder einige Minuten Spielpraxis. Nachdem der Ex-Nürnberger gegen Darmstadt kurz vor Schluss eingewechselt wurde und direkt die Chance auf sein erstes Tor im königsblauen Trikot hatte, durfte der offensive Mittelfeldspieler gegen Wolfsburg „ganze“ 10 Minuten ran. Genug für „Schöpfi“, um dem Spiel auch seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. Nach einem Konter fütterte Junior Caicara den völlig freien Schöpf mit dem Ball, der Benaglio mit einem platzierten Schuss aus 16 Metern überwand. 3:0 für Schalke – Schicht am Schacht!


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Über Redaktion (1058 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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