Heidel widerspricht Berichten über Notverkäufe

Hat Schalke einen Notfall-Verkaufs-Plan für den Fall, dass die Knappen die Europa League nicht erreichen? Sportvorstand Christian Heidel dementiert das – findet damit aber nicht überall Gehör.

Christian Heidel. Bild: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Christian Heidel. Bild: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

„Schalke läuft Gefahr, erstmals seit 2009 das internationale Geschäft komplett zu verpassen“, schrieb am Abend des 6. Dezember die Bild. Laut Informationen des Blattes würden „die Schalke-Bosse“ bereits an einem Notplan arbeiten. „Ohne die Europa-League-Quali (garantiert 10 Mio Euro) muss Manager Christian Heidel (53) wahrscheinlich einen Star verkaufen. Ein Transfer von Max Meyer (21) oder Leon Goretzka (21/beide Verträge laufen 2018 aus) könnte nächsten Sommer letztmals dicke Kohle in die Kasse spülen.“

Daraufhin griffen so viele Medien die Meldung auf, dass S04-Sportvorstand Christian Heidel im Gespräch mit dem Westfälische Anzeiger dagegen hielt: „Der Notfall-Plan existiert nur in den Medien, die ihn veröffentlich haben. Ich kenne ihn nicht. Das ist alles nicht so dramatisch. Deswegen war ich etwas verwundert, dass es so geschrieben wurde“, sagte Heidel der Zeitung nach der Ankunft in Salzburg.

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Heidel: Verkäufe nicht notwendig

Falls Schalke die Europa League verpasse würde, würden dem Club laut Heidel rund 10 Millionen Euro fehlen, schreibt der Westfälischen Anzeiger weiter. „Konsequenzen hat das gar keine“, so Heidel. „Es muss dann überall ein bisschen abgespeckt werden. Aber sicher nicht dadurch, dass Spieler verkauft werden. Das ist nicht notwendig.“ Es würde ja auch eine gewissen Anzahl von Verträgen auslaufen, so Heidel. „Mein Job muss es dann sein, dass es finanziell dann passt.“ All das veröffentlichte die Zeitung am Abend des 7. Dezember.


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Doch wen stört das schon? Sport1 zumindest nicht. Am Morgen des 8. Dezember heißt es dort: „Dem FC Schalke 04 droht der Abgang zweier Jung-Nationalspieler. In einem besonderen Fall ist wohl der Abschied eines Youngster bereits beschlossene Sache.“ Beschlossene Sache? So drastisch hatte selbst die Bild das nicht formuliert. Doch genau auf deren anderthalb Tage alten Artikel beruft sich Sport1 und schreibt: „Nach Bild-Informationen müssen die Bosse im Fall der Fälle wohl entweder Jung-Nationalspieler Max Meyer oder Leon Goretzka verkaufen.“ Heidels Aussagen finden nicht mit einem Wort Erwähnung.


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