Clemens Tönnies will sich „noch mehr zurücknehmen“

Beim Besuch des Mescheder Fan-Clubs „Schalker Freunde Wennemen“ hat Clemens Tönnies angekündigt, sich zukünftig „noch mehr zurückzunehmen“. Das berichtet jetzt Reviersport.

Clemens Tönnies. Bild: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Clemens Tönnies. Bild: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der Wind bläst dem Aufsichtsratsvorsitzenden in dieser Saison eisiger als sonst ins Gesicht. Viele Fans machen Tönnies für die ständige Unruhe auf Schalke verantwortlich und forderten in den letzten Wochen immer öfter „Tönnies raus“. Zuletzt beim letzten Saisonspiel in Sinsheim.

Da macht es vor der kommenden Mitgliederversammlung Ende Juni Sinn, etwas Wahlkampf zu betreiben. Beim Besuch des Sauerländer Fan-Clubs „Schalker Freunde Wennemen“ sagte Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender laut Reviersport, dass das Gesicht und das Sprachrohr von Schalke zukünftig Christian Heidel sein solle. Tönnies wolle sich demnach noch mehr zurücknehmen und seine öffentlichen Auftritte und Äußerungen weiter reduzieren. Das kommt dem königsblauen Anhang wohl bekannt vor, hatte Tönnies genau das doch auch schon vor ziemlich genau einem Jahr versprochen.

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In Christian Heidel sieht Tönnies allerdings wohl einen neuen starken Mann auf Schalke. “Wir haben mit Christian Heidel einen richtig guten Mann verpflichtet“, so Tönnies. Ob sich Clemens Tönnies tatsächlich zurücknehmen kann und wird, steht in den Sternen.

Vor den knapp 70 erschienenen Vereinsmitglieder des FC Schalke 04 betonte der Unternehmer zudem, dass die Kartenpreise unter seiner Regie in der nächsten Saison nicht erhöht werden sollen und er nicht im Geringsten ans Aufhören denke – trotz der zunehmenden Kritik aus Fankreisen: „Wir haben noch 132 Millionen Euro Schulden, das war mal mehr als doppelt so viel. Ich gehe erst, wenn das bezahlt ist. Aber ich respektiere auch eine demokratische Entscheidung.“


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1 Kommentar zu Clemens Tönnies will sich „noch mehr zurücknehmen“

  1. Ich finde, er muss sich nicht weiter zurücknehmen, mir hat sogar mal das eine oder andere deutliche Wort von ihm gefehlt. Außerdem beobachte ich nur, dass letztlich die Ultras-Nordkurven-Tröten für mindestens die Hälfte der gesamten Unruhe zuständig sind/waren. Das ganze Jahr werden Infos vom Aufsichtsrat direkt an Journalisten gegeben, damit sie den Eindruck eines chaotischen Vereins schaffen. Dass gerade Tönnies eben nicht der Informant war, ist klar – wenn er an die Medien tritt, dann steht er dazu und sein Name auch in den Berichten. Er wollte ja sogar mit einem Maulkorberlass den Aufsichtsratskollegen das Whistleblowing verbieten. Schade nur, dass er mit diesem Vorschlag nicht landen konnte.

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