Wie geht´s bei Kevin-Prince Boateng und Sidney Sam weiter?

Horst Heldt bemüht sich aktuell, die beiden Baustellen „Defensives Mittelfeld“ und „Rechte Außenverteidigerposition“ erfolgreich zu bearbeiten. Mit Junior Caicara steht ein interessanter Verteidiger offenbar bereits parat, der imstande sein müsste, mit Atsuto Uchida um einen Stammplatz auf der rechten Außenbahn zu konkurrieren. Und mit Johannes Geis könnte ein Mann kommen, der dem lahmen defensiven Mittelfeld wieder mehr Leben einhauchen könnte. Das Problem: für beide Spieler sind Ablösesummen fällig. Der Brasilianer Caicara soll rund 6 Mio. Euro Anlöse kosten, beim Mainzer Geis wären es gar mindestens 12 Mio. Euro.

Kevin-Prince Boateng. Foto: Gerd Krause Sportfotos

Kevin-Prince Boateng. Foto: Gerd Krause Sportfotos

Um diese Transfers tatsächlich tätigen zu können, müssen also zwingend Transfererlöse reinkommen – und bestenfalls auch noch ein paar Stars von der Payroll verschwinden. Bislang deutet sich lediglich ein Abgang an: Felipe Santana soll es zum 1. FC Köln ziehen. Wichtiger allerdings dürfte unzweifelhaft sein, dass Horst Heldt die suspendierten Kevin-Prince Boateng und Sidney Sam, die auf Schalke zusammen sicherlich achtstellig verdienen dürften, an den Mann bringen kann. Denn auch unter dem neuen Trainer André Breitenreiter werden die beiden nicht spielen.

Dabei hatte es sich Schalkes Sportvorstand (unnötig?) schwer gemacht: eben durch diese Suspendierungen kurz vor Saisonende hat der Manager seine Verhandlungsposition gegenüber interessierten Clubs deutlich geschwächt. Es besteht also das Risiko, dass beide weiterhin auf Schalke im Brot stehen werden: Boatengs Vertrag läuft noch ein Jahr, Sams sogar noch bis 2018.

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Bei Sidney Sam ist die Situation mittlerweile erfreulich positiv. An dem Linksfuß sollen Hannover 96, Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart interessiert sein. Zuletzt soll sich auch Hertha BSC Berlin um den Ex-Leverkusener bemüht haben. Dem Vernehmen nach soll Schalke 04 lediglich 2,5 Mio. Euro Ablöse fordern. Genau soviel zahlten die Gelsenkirchener im letzten Sommer an Bayer Leverkusen. Nicht ausgeschlossen scheint, dass einer der Interessenten tatsächlich die geforderte Ablöse zahlen wird.

Sidney Sam. Foto: Gerd Krause Sportfotos

Sidney Sam. Foto: Gerd Krause Sportfotos

Die Personalie Boateng hingegen könnte Horst Heldt und ganz Schalke noch einiges an Nerven kosten. Grundsätzliches Interesse an „KPB“ soll es zwar geben. Aber nach einer schwachen Saison auf Schalke mit einigen Verletzungspausen dürften Clubs kaum bereit sein, das königliche Gehalt – kolportiert werden zwischen 6 und 8 Mio. Euro pro Jahr – des Deutsch-Ghanaers zahlen zu wollen.

Zunächst war von einem Interesse aus der US-amerikanischen Major League Soccer zu lesen, auch Galatasaray Istanbul und der AC Milan könnten potenzielle Abnehmer sein. Zuletzt schien man auf Schalke nervös zu werden, fürchtet offenbar, dass der „Prince“ sein letztes Jahr auf Schalke im wahrsten Wortsinn auf der Tribüne „aussitzen“ könnte. Der Ausgang der „Causa Boateng“ ist aktuell also völlig ungewiss.


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Über Redaktion (1131 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

12 Kommentare zu Wie geht´s bei Kevin-Prince Boateng und Sidney Sam weiter?

  1. Geradezu kometenhaft: Kevin-Prince Boateng in der „Mondpalast-Arena“ in Wanne-Eickel! 😉

  2. Ich finde es ehrlich gesagt sinnlos ihn nicht ablösefrei gehen zu lassen. Es zahlt eh keiner ne ablöse für ihn. Das gehalt, das man da verballert, ist wahrscheinlich doppelt so hoch wie die ablöse die man kriegen würde. Man sollte den vertrag auflösen.

  3. Er will aber Geld haben für eine Vertrags Auflösung

  4. Fragen wir doch Vollhorst. Der hat doch sicher einen Plan??

  5. bleiben die beiden jetzt doch auf Schalke

  6. Verkauft ihn bitte und gebt den Lappen nicht ablösefrei ab sonst wären die 10 Millionen ganz umsonst

  7. Er genießt seine Millionen und den Urlaub auf Kosten von Schalke

  8. Der „Vollhorst“ hat aber keine Lust ihn ablösefrei ziehen zu lassen und noch dann noch mächtig für ihn draufzuzahlen. Was ich sehr gut verstehen kann, da der „gute Prinz“ sogar sehr viel Geld zum „Abschied“ möchte.
    Es wurde schon Mist gebaut indem man ihn nicht lautlos aus dem Kader entfernt hat. Aber d. h. ja nicht, dass man den Mist immer weiter auf die Spitze treiben muss!!

  9. Ich denke, man wird aufeinanderzugehen und eine für beide halbwegs ertägliche Lösung finden.

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