Vorschau: Hamburger SV gegen FC Schalke 04

Fast genau vier Monate nachdem es der FC Schalke 04 verpasst hatte, den Hamburger SV in Liga zwei zu schießen, kommt es morgen um 18.30 zum nächsten Aufeinandertreffen der beiden Traditionsclubs. Und anders als zum Ende der letzten Saison firmiert das Duell an diesem Wochenende sogar als „Spitzenspiel“ .

Vorschau Schalke Hamburger SVDenn nach sieben Punkten in den letzten drei Spielen befindet sich der HSV plötzlich auf Rang sechs in der Tabelle, nur drei Punkte hinter Königsblau – der beste Saisonstart der Hanseaten seit 2009. „Der HSV ist auf einem guten Weg und spielt einen erfolgreichen Fußball. Nach zuletzt zwei eher unruhigen Jahren scheint der Verein in die Spur gefunden zu haben“, sieht auch Schalke-Trainer André Breitenreiter den Bundesliga-Dino stärker als zuvor.

HSV mit „Geheim-Training“

Um sich nicht in die Karten schauen zu lassen, haben die Hamburger ihren Trainingsablauf geändert – die letzten Trainingseinheiten sollen „nicht-öffentlich“ stattfinden. HSV-Trainer Bruno Labbadia will diese Trainingseinheiten aber nicht als „geheim“ verstehen. „Es geht vielmehr darum, zwei Mal in der Woche mehr Ruhe zu haben und etwas zurückgezogener zu trainieren“, wird Labbadia auf hsv.de zitiert.

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Was auch immer die Hamburger einstudieren wollen: der HSV ist nicht zu unterschätzen. Vor allem auf Pierre-Michel Lasogga muss S04 aufpassen: dem bulligen Angreifer gelangen in dieser Bundesliga-Saison bereits drei Treffer. „Die Zahlen zeigen, dass wir den einen oder anderen torgefährlichen Spieler in unseren Reihen haben“, freut sich Labbadia. Das weiß natürlich auch André Breitenreiter: „Unser Gegner agiert kompakt, ist spielstark und erzielt Tore. Der HSV wird mit viel Euphorie und Motivation ins Spiel gehen, um den nächsten Heimdreier zu landen“.

Schalker Defensive noch nicht stabil

Als eigenen Schwachpunkt hat der Schalke-Chefcoach vor allem das eigene Defensivverhalten ausgemacht. „Wir alle wissen, dass wir noch nicht in allen Bereichen stabil sind. Noch lassen wir teilweise zu einfach Torchancen zu“. Nichtsdestotrotz möchte Breitenreiter „ein Team haben, das mutig und frech nach vorne spielt. Mitreißenden Offensivfußball zu spielen, das bürgt auch ein gewisses Risiko. Dann macht man auch mal Fehler, das gehört dazu.“


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Wieder im Kader steht Dennis Aogo, der angeschlagen gegen Frankfurt passen musste. Nach Sead Kolasinacs starker Leistung auf der linken Abwehrseite ist wahrscheinlich, dass Aogo erstmal auf der Bank wird Platz nehmen dürfen. Auf rechts könnte Junior Caicara dieses Mal den Vorzug vor Sascha Riether erhalten.

Schalkes Offensive dürfte je nach Fitness-Zustand aufgestellt werden. Hier konkurrieren Klaas-Jan Huntelaar, der gegen Frankfurt ohne Torschuss blieb, Franco Di Santo, Leroy Sané, Max Meyer, Eric Maxim Choupo-Moting, sowie eventuell Leon Goretzka und Pierre-Emile Hojbjerg um die vier Offensivpositionen.

So könnten sie spielen:

Hamburger SV: Drobny – Diekmeier, Djourou, Spahic, Ostrzolek – Kacar, Holtby – Müller, Hunt, Ilicevic – Lasogga

FC Schalke 04: Fährmann – Junior Caicara, Matip, Neustädter, Kolasinac – Choupo-Moting, Goretzka, Geis, Meyer – di Santo, Huntelaar

Bundesliga-Bilanz aus S04-Sicht:

Gesamt: 35 Siege, 23 Unentschieden, 36 Niederlagen
Heim: 24 Siege, 10 Unentschieden, 13 Niederlagen
Auswärts: 11 Siege, 13 Unentschieden, 23 Niederlagen


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Über Redaktion (1060 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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