Schalkes Sturmproblem

Die 0:2-Niederlage im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach hat es eindrucksvoll vor Augen geführt: Schalke hat ein Sturmproblem. 23 Mal schossen die Knappen auf das Tor von Gladbach-Keeper Yann Sommer, doch keiner davon, keine noch so gute Chance konnte verwertet werden. „Aus diesen Möglichkeiten muss man einfach ein Tor erzielen, nicht nur eins, sondern auch ein zweites und drittes. Wir haben selbst klarste Torchancen ausgelassen“, bemängelte Cheftrainer André Breitenreiter nach dem Spiel am Mittwoch.

Klaas-Jan Huntelaar. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Klaas-Jan Huntelaar. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Dabei kann sich die Bilanz der beiden Schalker Stürmer wettbewerbsübergreifend durchaus sehen lassen. Klaas-Jan Huntelaar traf in 12 Pflichtspielen in dieser Saison immerhin sechs Mal. Dabei entfielen allerdings 4 Tore auf die Europa League und den DFB-Pokal. Bleiben zwei Tore in der Liga.

Bei Franco Di Santo sieht´s noch düsterer aus: Der Neuzugang aus Bremen konnte in der Liga noch gar nicht treffen, ist seit 715 Minuten torlos. Immerhin konnte der Argentinier vier Mal in der Europa League und einmal im DFB-Pokal treffen.

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Während sich Klaas-Jan Huntelaar noch vergleichsweise oft in Schussposition bringen konnte und den Ball immerhin 19 Mal aufs gegnerische Tor brachte (2,4 Schüsse pro Spiel), sieht die Bilanz bei Franco Di Santo noch schwächer aus. Der 26-Jährige konnte in 10 Ligaspielen ganze 12 Mal auf das gegnerische Tor schießen (1,2 Schüsse pro Spiel).

Franco di Santo

Franco di Santo. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Womöglich liegt ein Grund für die Flaute darin, von seinen Teamkameraden zu selten mit verwertbaren Pässen gefüttert zu werden. In der Tabelle zeigen die unmittelbaren Nachbarn jedoch wie es auch gehen könnte.

Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund hat in dieser Saison eine schlicht sensationelle Torquote mit 20 Toren in 17 Pflichtspielen, davon 13 Tore in 10 Ligaspielen. Der Gabuner benötigt dabei im Schnitt drei Schüsse für ein Tor. Bas Dost vom VfL Wolfsburg benötigt vier Torschüsse für ein Tor. Klaas-Jan Huntelaar musste in der Liga bislang im Schnitt zehn Schüsse für ein Tor abgeben.


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Donis Avdijaj, Bild: Gerd Krause Sportfotos

Donis Avdijaj, Bild: Gerd Krause Sportfotos

Die Überlegungen, Donis Avdijaj im Winter von Sturm Graz zurückzuholen, sind deshalb zu begrüßen. Der 19-Jährige könnte Schalkes etabliertem Sturm ordentlich Feuer unterm Hintern machen.

Aber auch bei anderen Clubs haben sich die Stürmer noch nicht warm geschossen. Stefan Kießling, bei Bayer Leverkusen normalerweise Torschütze vom Dienst, hat in der Bundesliga in dieser Saison erst ein Mal getroffen.

Im Spiel morgen gegen Ingolstadt sollten Schalkes Stürmer schon mal üben. Danach kommen mit Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen Gegner, die wohl nur ganz wenige Chancen zulassen werden…

Über Redaktion (1090 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

10 Kommentare zu Schalkes Sturmproblem

  1. Was is eigentlich mit Platte?

  2. hm…in Anbetracht der Tatsache, dass wir nach Ingolstadt…und auch das haben wir noch nicht im Sack…3 Klatschen bekommen…werden wir wohl die Tabelle runterklettern.

  3. In Winter für die draxler Millionen nen Weltklasse Stürmer holen der nicht nur durch den Namen teuer ist sondern auch in Form ist und dann läuft das ahja und direkt versuchen huntelaar los zu werden solang es noch Scheine für ihn gibt und nicht in 2 Jahren nurnoch Münzen…

  4. So ist es bei Stürmern, mal geht der Hackentrick an der Mittellinie rein und dann liegt der Ball auf der Linie und man kanllt ihn noch an den Pfosten. Der Kader ist zu dünn, und die Talente, die man verleihen hat, könnten nun zeigen, dass sie Chancen nutzen können.
    Ist halt Pech, das der Hunter, Di Santo und EMCM gleichzeitig Ladehemmung haben.

  5. Richtig..so wird es kommen..Platz 10 im Dezember wäre noch ok.dann aber 2 Leute holen für Sturm und auch Flügel

  6. Einfach nur peinlich unsere Stürmer

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