Nur heiße Luft? – Horst Heldt droht seinen Spielern

Auf Schalke war man lang bemüht, keine Unruhe einkehren zu lassen. Selbst das Verpassen der Champions League-Plätze wurde für Schalker Verhältnisse vergleichsweise ruhig zur Kenntnis genommen. Richtig ungemütlich wurde es für die Verantwortlichen, Spieler, Trainer und Horst Heldt, bis dahin nicht wirklich. Und selbst jetzt, nach dem sportlichen Tiefpunkt, muss man Zweifel haben, dass es Konsequenzen geben wird.

Horst Heldt. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Horst Heldt. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Nach der 0:2-Niederlage gegen Mainz 05 hatten Beobachter kurz das Gefühl, dass es auf Schalke ungemütlich werden könnte. Trainer Roberto di Matteo strich einen trainingsfreien Tag und ludt zum Trainingslager. Schalkes Vorstand Sport Horst Heldt sagte damals: „Wenn einer das nicht mitmachen will, kann er sich bis Sonntag melden – dann braucht er nicht mitzufahren“. Seine rhetorisch gemeinte Frage ließ damals schon durchblicken, dass man auf Schalke nicht restlos überzeugt vom Charakter einzelner Spieler ist.

Beim nächsten Spiel gegen den VfB Stuttgart hätte man also unpopuläre Personalentscheidungen erwarten können – die es nicht gab. Genauso wenig wie eine positive Entwicklung des Schalker Spiels. Immerhin konnte S04 mit viel Dusel 3:2 gewinnen.

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Nach dem Spiel gegen den 1. FC Köln wurde die dicke Luft in Gelsenkirchen noch dicker. Horst Heldt wurde deutlich:

„So einen Auftritt wie heute, das werden wir uns nicht mehr bieten lassen. Wir werden in den nächsten 14 Tagen gucken, wer noch bereit ist, das zu machen, was wir uns vorstellen. Wenn einer nicht bereit ist, das zu machen, dann überlebt er das nächste Training schon nicht mehr“. Heldt wurde noch präziser: „Ich weiß nicht, ob alle Spieler die nächsten 14 Tage noch auf dem Trainingsplatz stehen werden.“ [Quelle: Kicker.de]

Hört sich wieder sehr rhetorisch an. Ob es tatsächlich Konsequenzen geben wird, steht in den Sternen.

Immerhin weiß der Schalke-Manager, dass es auch für ihn eng werden könnte. „Sowohl der Trainer als auch ich stehen in der Verantwortung. Wir werden alles nach der Saison besprechen. Erst einmal müssen wir schauen, dass wir die Europa League schaffen. Wenn wir in den letzten beiden Spielen so auftreten, werden wir sie verpassen.“


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Über Redaktion (1121 Artikel)
Moritz ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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