Kevin-Prince Boateng muss jetzt zeigen, was er kann

Kevin-Prince Boateng. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Kevin-Prince Boateng. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Kevin-Prince Boateng war auf Schalke ein wenig in Ungnade gefallen. Anfangs unter Roberto di Matteo trotz größtenteils schwacher Leistungen noch gesetzt, sah sich der Ghanaer mehr und mehr öffentlicher Kritik ausgesetzt. Im Spiel gegen Hannover dann der nächste Nackenschlag. Obwohl in der Winterpause als Ersatz im Sturm für Choupo-Moting aufgebaut, musste KPB 60 Minuten auf der Bank schmoren.

Natürlich: gegen einen Eric Maxim Choupo-Moting in Topform sieht auch ein Boateng momentan kein Land. Insofern war es kaum verwunderlich, dass „Choupo“ nach vorzeitiger Rückkehr vom Afrika Cup gesetzt sein würde. Dennoch wird es den selbstbewussten Boateng geärgert haben, auch gegen Max Meyer den Kürzeren gezogen zu haben. Nach Klaas-Jan Huntelaars roten Karte, kann Kevin-Prince Boateng jetzt ganz wichtig für Schalke werden.

Boateng hatte im Wintertrainingslager gut gearbeitet. Sowohl Cheftrainer Roberto di Matteo als auch auch Schalke-Manager Horst Heldt attestierten dem Deutsch-Ghanaer eine gute Trainingsleistung. Auch in den Testspielen gegen Ajax Amsterdam und Al Merrikh zeigte Boateng gute Leistungen, mitunter sogar geniale Pässe.

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Auch beim Rückrundenauftakt gegen Hannover 96 mussten Boateng-Kritiker einsehen: in der Form kann uns der selbst ernannte Führungsspieler weiterhelfen. Nach seiner Einwechslung in der 62. Spielminute war Boateng an allen Offensivaktionen von Schalke beteiligt. Zunächst schickte er mit einem perfekt getimten Pass Klaas-Jan Huntelaar, der im 1-gegen-1 gegen Zieler den Kürzeren zog. Danach hatte KPB nach einem guten Pass von Matija Nastasic selbst die Chance auf das 2:0, verzog aber. Danach sah er den völlig frei stehenden Tranquillo Barnetta und setzte ihn mit einem feinen Querpass in Szene.

Die sehr gute Leistung Boatengs blieb natürlich auch Di Matteo nicht verborgen. „Kevin-Prince Boateng hat sehr gut gespielt als er reingekommen ist. Es wäre natürlich schön gewesen, wenn er sich mit einem Tor selbst belohnt hätte“, so Schalkes Cheftrainer. Und auch von einem möglichen Diven-Verhalten keine Spur: „Er war sehr positiv eingestellt und hat sehr mannschaftsdienlich gespielt“.

Nach der unnötigen roten Karte gegen Huntelaar wird in der Schalker Offensive nun ein Platz frei. Gut möglich, dass Schalke am Dienstag gegen die Bayern mit nur einer Spitze auflaufen wird – mit Eric Maxim Choupo-Moting. Dahinter dürfte Kevin-Prince Boateng gesetzt sein. Rein theoretisch könnte „RDM“ gar mit einer etwas defensiveren Raute agieren, die von Roman Neustädter auf der 6, Max Meyer und Marco Höger auf den 8er Positionen, sowie Boateng auf der 10 gebildet werden könnte.

Roberto di Matteo lässt sich alle Optionen offen: „Kevin kann als zweite Spitze agieren aber auch im Mittrelfeld spielen. Wir müssen mal sehen, wo er uns am besten helfen kann…“


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Über Redaktion (1023 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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