„Dein Verhalten kotzt mich an“: Werder-Fans wütend auf Di Santo

Der Wechsel von Franco di Santo von Werder Bremen zum FC Schalke hinterlässt die Bremer Fans enttäuscht und wütend. Das richtet sich bei vielen jedoch gar nicht so sehr gegen den S04 oder den Wechsel an sich, sondern vielmehr gegen die Art des Abgangs.

Franco di Santo

Franco di Santo. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Der Musiker Jan Delay ist Fan von Werder Bremen. Als er am Samstag vom Wechsel von Franco di Santo zum FC Schalke erfuhr, machte er seinem Unmut mit dieser Nachricht bei Twitter Luft:

Kurz darauf schob er eine Entschuldigung Richtung Schalke in drei weiteren Tweets nach:

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Hier zeigt sich schon, dass bei den Werder-Fans zwar auch ein wenig Wut auf Schalke und Sponsor Gazprom mitschwingt, das eigentliche Problem vieler Bremer aber ein anderes ist: Franco di Santo und die Art seines Abgangs. Deutlich macht das ein Brief an Di Franco auf dem Blog werder-exil.de. Darin heißt es:

„Dein Wechsel nach Schalke ist mir egal – und wird es den meisten Fans auch sein. Denn Wechsel gehören zum Geschäft. Der Zeitpunkt und Dein vorheriges Verhalten sind aber unter aller Sau.“ Der Autor wirft dem Argentinier vor, nie mit offenen Karten gespielt zu haben: „Du hälst Werder und die Fans seit langem hin. Erzählst vor kurzem noch, dass Du sehr gerne in Bremen bleiben würdest, dass Du Dich wohlfühlst und so weiter und so fort. Selbst gestern morgen am Tag der Fans (!) antwortest Du auf die Frage, ob Du wechselst mit ‚I hope no‘.“ Das deutliche Urteil: „Seit gestern widerst Du mich einfach an. Es tut mir leid, das so offen und direkt zu sagen, aber da Ehrlichkeit scheinbar für Dich und Deine Berater ein Fremdwort ist, bin ich so offen und ehrlich zu Dir: Dein Verhalten kotzt mich an.“

Schalke findet in der Abrechnung mit Di Santo nur am Rande Platz, und das nicht mal mit bösen Worten, wenn es heißt: „Schalke ist anders als Bremen. Wenn es da nicht läuft, kannst Du davon ausgehen, dass es da deutlich aggressiver wird als bei Werder. Da wirst Du einer von vielen sein. Du wirst zwar mehr Geld verdienen, aber auch deutlich mehr Druck haben.“

Trikot-Umtausch angeboten

Auch auf der Facebook-Seite von Schalke-News.de haben sich einige Bremer Anhänger ähnlich zu dem Wechsel zu Wort gemeldet. So schreibt etwa Robert D.: „Ganz im Ernst es stört mich nicht das er bei euch spielt. Nur wie er von uns gegangen ist mit seinen Aussagen war sehr sehr unmenschlich.“ Und Ronny P. meint: „Er ist sicherlich kein schlechter, aber immer noch nicht dieses Geld wert! Schade wäre es trotzdem, weil er mit Ujah ein super Sturm gewesen wäre… Verschuldet euch mal weiter, alles gut, Spieltag 1 bleiben die Punkte sowieso in Bremen!“

Die Sendung „buten und binnen“ von Radio Bremen sucht derweil einen kleinen Werder-Fan, der sich noch am Tag des Abgangs ein Di-Santo-Trikot gekauft hatte – und bietet dem Kleinen an, den Dress umzutauschen.