3:0 – Schalke 04 lässt Werder Bremen keine Chance

Vor dem Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem SV Werder musste man beinahe den Eindruck haben, als ob die Bremer einzig und allein auf Franco di Santo treffen würden. Zu groß war die Enttäuschung bei den Norddeutschen, den Top-Stürmer an Schalke verloren zu haben. Die Medien spielten mit und schossen sich auf Di Santo ein. Ohne Folgen, wie sich herausstellen sollte.

Auf dem Platz standen am Samstag um 15.30 Uhr dann tatsächlich 10 weitere Schalker. Coach André Breitenreiter stellte im Vergleich zum DFB-Pokalspiel gegen den MSV Duisburg lediglich auf einer Position um: Sascha Riether erhielt den Vorzug vor Junior Caicara auf der rechten Außenverteidigerposition.

André Breitenreiter ließ wieder im 4-4-2 spielen.

André Breitenreiter ließ wieder im 4-4-2 spielen.

Schalke war von Minute eins an die aktivere Mannschaft, hatte mehr Ballbesitz und auch die ersten guten Szenen. Klaas-Jan Huntelaar und Eric Maxim Choupo-Moting begannen aber etwas fahrig und ließen ihre Chancen liegen.

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In der 13. Spielminute dann der Schock: Matija Nastasic musste nach Zweikampf mit Öztunali ausgewechselt werden. Ohne Einwirkung des Gegners verletzte sich der Innenverteidiger am linken Fuß. Für ihn kam Roman Neustädter.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wurde Werder immer stärker. Trotzdem hatte Leon Goretzka die zwischenzeitlich beste Chance: in der 27. Spielminute bekam der defensive Mittelfeldspieler bei seinem Kopfball aus sechs Metern aber nicht genügend Druck auf den Ball und scheiterte knapp an Werder-Keeper Wiedwald.

Was Goretzka nicht schaffte, schaffte Bremen-Verteidiger Gebre Selassie. Nachdem Joel Matip mit dem Ball unbedrängt ins Abwehrdrittel der Bremer stieß, fing Gebre Selassie dessen Pass auf Huntelaar ab und netzte mit einer perfekten Bogenlampe ins eigene Tor ein.

Nach der Halbzeitpause musste Bremen mehr machen, um eine Chance auf den Ausgleich zu haben. Trotzdem hatte Schalke die erste Chance. Julian Draxler eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, schaltete schnell um und trieb das Leder nach vorne. Den genialen Steilpass konnte Klaas-Jan Huntelaar aber nicht verwerten [52.].

Keine fünf Minuten später: Junuzovic steckte durch auf Bartels, der den Ball aber ganz knapp links am Tor vorbei schob.

Breitenreiter reagierte auf stärker werdende Bremer. In der 61. Spielminute durfte Franco di Santo unter einem gellenden Pfeifkonzert der Werder-Fans gehen. Der Argentinier blieb völlig harmlos und ohne einen echten Torschuss. Für ihn kam Marco Höger, der auf der Doppelsechs ab sofort den offensiveren Part gab. Leon Goretzka rückte nach vorne ins offensive Mittelfeld.

S04 stand im Mittelfeld nun kompakter und erhielt dort wesentlich mehr Zugriff. Das funktionierte. In der 68. Spielminute war es wieder Joel Matip, der aus der Tiefe des Raumes kommend maßgeblich in die Offensive eingriff. Wieder wurde der Innenverteidiger nicht gestört. Seinen prima Steilpass konnte Eric Maxim Choupo-Moting zum 2:0 verwerten. Hammer!

Leroy Sané durfte ab Minute 82 für Leon Goretzka wirbeln. Und das tat der Youngster. In unnachahmlicher Art und Weise. Der 19-Jährige eroberte in der eigenen Hälfte den Ball und enteilte der kompletten Bremer Abwehr in einem 60-Meter-Sprint, ließ kurz nach innen abtropfen und Huntelaar musste nur noch einschieben. 3:0.


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Schalke gewann heute souverän und größtenteils unspektakulär. Das glückliche 1:0 legte dabei einen der Grundsteine. Bremen erspielte sich im weiteren Spielverlauf mehr Ballbesitz, brachte trotzdem nur zwei Schüsse aufs Schalker Tor. Ganz anders Schalke: Trotzdem die Knappen über die gesamte Spielzeit weniger Ballbesitz hatten, konnte S04 fünf Schüsse aufs Bremer Tor bringen und war dort einfach sehr effektiv.

In der Defensive solide, zeigte Königsblau in der Offensive, wie flexibel man mittlerweile imstande ist, zu spielen: Werder schaffte es etwa, Mittelfeldmotor Johannes Geis nahezu komplett aus dem Spiel zu nehmen. Das reichte heute aber nicht. Auch weil ein Joel Matip mit seinen Nadelstichen nach vorne entscheidende Impulse setzte. Unter anderem Mit Julian Draxler und Leroy Sané haben die Knappen mindestens zwei weitere Spieler in ihren Reihen, die in dieser Saison den Unterschied ausmachen werden.


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Über Redaktion (1058 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

3 Kommentare zu 3:0 – Schalke 04 lässt Werder Bremen keine Chance

  1. Hinrunde 14/15 war auch gut

  2. Wie könnt ihr nur alle zufrieden sein? Nach dem ersten Spieltag sind wir in einer Region mit den Abstiegskandidaten Ingolstadt, Darmstadt, Hertha und Hannover. Geht gar nicht an

  3. Ich bin mit dem auftritt in Bremen sehr zufrieden. Klar hat noch nicht alles geklappt, aber die Ansätze sind vielversprechend!
    Besonders überrascht hat mich Matip, der scheint unter Breitenreiter richtig auf zu drehen. Einfach klasse seine Sprints.
    Aber auch der Sane einfach klasse, wie er aus der eigenen Hälfte los spurtet und den Ball sicher weitergibt.
    Auch wenn man mit Rückschlägen rechnen sollte, so bin ich trotzdem sehr sicher, dass uns die Jungs unter Breitenreiter in dieser Saison noch ne Menge Spaß bereiten werden. Wir werden viele „Siegestänze“ sehen.
    Glück Auf Schalke

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