0:3 gegen den 1. FC Köln: Erste Niederlage nach sechs Siegen

Nach sechs Siegen in Folge, hatte André Breitenreiter angekündigt, gegen Köln noch einmal alles raushauen zu wollen, um maximal erfolgreich die ersten englischen Wochen abschließen zu können. Der 1. FC Köln hatte in seinen letzten vier Spielen ganze vier Punkte geholt und sollte doch wohl ein machbarer Gegner sein.

Schalke machte von Beginn an klar, die drei Punkte in Gelsenkirchen halten zu wollen. Doch die erste bessere Möglichkeit hatten die Rheinländer mit Yannick Gerhardt. Danach kombinierten sich die Knappen ein ums andere Mal an und in den Strafraum der Kölner. Viele der Schalker Angriffe wurden dabei über die rechte Seite von Junior Caicara und Leroy Sané eingeleitet.

Roman Neustädter kommt zu spät gegen Anthony Modeste - 0:1. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Roman Neustädter kommt zu spät gegen Anthony Modeste – 0:1. Bild: Gerd Krause Sportfotos

Doch Schalke fehlte die Durchschlagskraft und agierte im Spielaufbau zu kompliziert – was auch an Kölns starker und äußerst kompakter Defensive lag. Zudem nahmen die Rheinländer Leroy Sané, Max Meyer und Joel Matip gut aus dem Spiel.

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In der 40. Spielminute lag den Schalke-Fans der Torjubel bereits auf den Lippen: Schalke spielte in dieser Szene schnörkellos: Leroy Sané hatte sich an der rechten Strafraumgrenze – von der Kölner Defensive unbemerkt – angepirscht und nach einer Flanke von Franco Di Santo hätte der 19-Jährige das Leder volley reinmachen können, doch mit einem guten Reflex parierte FC-Keeper Timo Horn.

Kurz vor der Halbzeit-Pause der Schock: Schalke war nach Ballverlust ungeordnet. Leonardo Bittencourt schickte Anthony Modeste, der nach kurzem Sprint zum 1:0 für die Rheinländer einnetzte. Roman Neustädter stand in dieser Situation nicht gut und musste den Stürmer ziehen lassen.

In der zweiten Halbzeit standen die Rheinländer noch tiefer. Schalke fehlte einfach Kreativität und nach den englischen Wochen wohl auch die nötige Spritzigkeit, um den Abwehrriegel der Kölner zu knacken. Und auch im Umschaltspiel agierte S04 einfach zu langsam. Echte Torchancen waren jetzt Mangelware.

Schalke-Trainer André Breitenreiter reagierte in der 66. Minute und setzte auf mehr Offensive: Eric Maxim Choupo-Moting kam für Leon Goretzka. „Choupo“ rückte ins rechte Mittelfeld, Leroy Sané wechselte auf die linke Seite, Max Meyer auf die 10.


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Vier Minuten später dann fast der Lohn für Schalkes Bemühungen: Matip kam aus heiterem Himmel frei zum Kopfball köpfte den Ball aber weit über das Tor.

In der 78. kam Höjbjerg für Neustädter – Königsblau jetzt also noch offensiver. In der Abwehr spielte Schalke jetzt mit einer Dreierkette (Aogo – Matip – Caicara), Johannes Geis gab wie gehabt den „optionalen Innenverteidiger“.

Die Umstellung rächte sich prompt: Pavel Olkowski und Yannick Gerhardt spielten alleine die Schalker Abwehr aus. Schalke merkte man jetzt die Müdigkeit an.

In der 84. musste S04 sogar noch das 0:3 hinnehmen. Für den 1. FC Köln war es jetzt kein Problem mehr, Schalkes müde Abwehr auszuhebeln.


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Über Redaktion (1061 Artikel)
Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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