Julian Draxler bleibt im EM-Qualifikationsspiel gegen Irland hinter den Erwartungen zurück

Im Heimspiel auf Schalke rückte Julian Draxler für André Schürrle in die Startformation der deutschen Nationalmannschaft. Zusammen mit Karim Bellarabi, Mario Götze und Thomas Müller bildete Draxler die deutsche Offensive im EM-Qualifikationsspiel gegen Irland.

Julian Draxler (Bild: Michael Kranewitter, Wikipedia, CC-by-sa 3.0/at)

Julian Draxler
(Bild: Michael Kranewitter, Wikipedia, CC-by-sa 3.0/at)

Dass diese Offensive bis dato noch nicht zusammen gespielt hatte, merkte man dem deutschen Spiel sofort an. Vorne fehlte es an Tempo und an Ideen. Die Iren standen tief und machten die Räume eng. Anstatt das Spiel über die Außen breit zu machen und durch geschickte Spielverlagerungen Löcher in den irischen Beton zu reißen, versuchte die deutsche Nationalelf ihr Glück ausschließlich duch die Mitte und mit Schnittstellenpässen die irische Abwehr in Velegenheit zu bringen. Ohne Erfolg.

Ein Zusammenspiel von Julian Draxler und dem Außenverteidiger Erik Durm vom BVB fand auf links quasi nicht statt. Julian Draxler zog immer wieder in die Mitte und war dort immer anspielbar. Nach vorne blieb er jedoch harmlos und zweikampfschwach – bis zur 45. Minute, als sich der 21-Jährige mit einem gewohnt schönen Übersteiger links durch den Strafraum tankte und den Ball aus spitzem Winkel aufs Tor bingen konnte. Irlands Torhüter David Forde parierte den Ball aber mit der Brust.

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Zur zweiten Halbzeit brachte Bundestrainer Jogi Löw Stürmer Lukas Podolski für den Sechser Matthias Ginter. Poldi übernahm die Draxler-Position, der junge Schalker hingegen rückte auf die für ihn bedingt vetraute Sechs. Nach vorne hatte Draxler im Verlauf der zweiten Halbzeit noch zwei relativ gute Szenen, als er in der 50. Minute Götze mit einem Heber im Strafraum stark anspielte oder in der 61. Minute mit einem scharfen Diagonalpass versuchte, Lukas Podolski in Szene zu setzen.

Unterm Strich hatten die Iren aber keine Probleme Draxler auszuschalten. Erschreckend: Draxler ging in Zweikämpfen jegliche Aggressivität ab – der gebürtige Gladbecker konnte während des gesamten Spiels kaum einen Zweikampf für sich entscheiden. In der 70. Spielminute musste Draxler mit Oberschenkelproblemen raus.


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Der junge Schalker hatte sich viel vorgenommen, blieb aber – wie das deutsche Team insgesamt – weit hinter den Erwartungen zurück. Bezeichnenderweise eine Minute nach Draxlers Auswechslung traf Toni Kroos mit einem 20-Meter-Hammer zum 1:0. In der 94. traf Innenverteidiger John O’Shea zum 1:1. Nicht verdient, aber bezeichnend für das deutsche Spiel.

Bild: Michael Kranewitter, Wikipedia, CC-by-sa 3.0/at


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Moritz Nolte ist Journalist und Blogger. Außerdem Vereinsmitglied und Dauerkartenbesitzer beim FC Schalke 04.

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